Kate-Anruf mit TodesfolgeModeratoren kommen davon

Der Selbstmord einer Krankenschwester war eine Folge des Anrufs zweier Moderatoren im Londoner Krankenhaus, in dem Herzogin Kate sich wegen einer schweren Schwangerschaftsübelkeit behandeln lassen musste. Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass gegen die beiden Australier keine Anklage erhoben wird.
Nach ihrem Scherzanruf in der Londoner Klinik, in der die schwangere Frau von Thronfolger-Sohn William, Herzogin Kate, behandelt wurde, müssen die australischen Radiomoderatoren keine juristischen Schritte in Großbritannien befürchten.
"Wie dumm er auch war, der Telefonanruf war als harmloser Scherz gemeint", sagte Malcolm McHaffie von der Londoner Staatsanwaltschaft. "Die Konsequenzen daraus sind sehr traurig."
Eine Krankenschwester hatte sich nach dem Telefonat das Leben genommen. Sie hatte das Gespräch, in dem sich die Moderatoren als Queen Elizabeth II. und Thronfolger Prinz Charles ausgaben, an die Station weitergeleitet, auf der Kate lag. Dort hatte eine andere Schwester private, aber harmlose Informationen über den Zustand der Herzogin preisgegeben.
Nach einer umfassenden Untersuchung aller Beweise gebe es keine Hinweise auf Totschlag, sagte McHaffie. Dem Verdacht, dass Datenschutzrechte verletzt wurden, werde man nicht weiter nachgehen, weil das nicht im öffentlichen Interesse sei.
Die Sendung, während der die Moderatoren in London angerufen hatten, ist mittlerweile aus dem Programm des Radiosenders genommen worden. Die Moderatoren sind weiterhin beurlaubt.