Panorama

Vietnamese wegen acht Euro getötet: Mörder hat Hakenkreuz-Tattoo

Ein besonders brutaler Mord wird vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt. Was auf den ersten Blick nach einem Raubmord aussieht, könnte sich als Tat aus zutiefst rassistischen Motiven entpuppen.

Bei einem brutalen Mord an einem vietnamesischen Obdachlosen in Nordrhein-Westfalen könnten rechtsextremistische Motive eine Rolle gespielt haben. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Düsseldorf sagte einer der beiden mutmaßlichen Mörder, dass er Kontakte zu Neonazis unterhalte und auch manche ihrer Einstellungen teile. Der als Gewalttäter bekannte 18-Jährige bezeichne Ausländer als "Kanacken", bestätigte er auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters. Er habe zudem Hakenkreuze auf seiner Brust tätowiert.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die 18 und 38 Jahre alten Männer hatten der Polizei gestanden, den schmächtigen Asiaten vor acht Monaten getötet zu haben. Das Opfer und die Angeklagten schliefen in der gleichen Obdachlosen-Unterkunft in Neuss. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

Zehn Minuten lang sollen die Täter auf den 59 Jahre alten Vater dreier Kinder eingeschlagen und ihn dann beim Sterben beobachtet haben. Der hoffnungslos unterlegene Mann war an seinem Blut erstickt. Die mutmaßlichen Mörder hatten ihr Opfer laut Anklage zunächst wegen acht Euro Kleingeld ausgeraubt. Um zu verhindern, dass der Vietnamese sie wegen des Raubes anzeigt, sollen sie ihn dann erschlagen haben.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen