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Vor Gericht bestritt der 25-Jährige die versuchte Vergewaltigung.
Vor Gericht bestritt der 25-Jährige die versuchte Vergewaltigung.(Foto: dpa)

16-Jährige gewaltsam getötet: Mörder muss lebenslang ins Gefängnis

In Trier wird ein 25-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Mann eine 16-Jährige mit mehreren Messerstichen getötet hat. Der Mann gesteht die Tat nur teilweise.

Fast ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin aus Trier ist ein 25-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Trier sprach den Mann des Mordes in Tateinheit mit versuchter Vergewaltigung schuldig.

Der Mann hatte gestanden, die 16-Jährige im vergangenen März getötet und die Leiche angezündet zu haben. Eine versuchte Vergewaltigung bestritt er aber. Laut Anklage sollen der Mann und das spätere Opfer zunächst mit anderen Bekannten gefeiert haben. Als der Angeklagte später die Schülerin zum Hauptbahnhof begleitete, soll er sie auf einem Weg entlang der Bahngleise angegriffen haben, um sie zu vergewaltigen.

Vor Gericht sahen die Eltern der ermordeten 16-Jährigen den Mörder ihrer Tochter wieder.
Vor Gericht sahen die Eltern der ermordeten 16-Jährigen den Mörder ihrer Tochter wieder.(Foto: dpa)

Weil das Opfer sich wehrte, beschloss der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichts, das Mädchen zu töten, um die versuchte Vergewaltigung zu vertuschen. Mit einem Klappmesser soll er viermal auf die 16-Jährige eingestochen haben. Die Jugendliche war sofort tot. Der 25-Jährige legte die Leiche des Mädchens laut Anklage zunächst in einem Gebüsch ab und zündete sie dann tags darauf mit Hilfe eines Brandbeschleunigers an, um sämtliche Spuren zu beseitigen.

Das Gericht geht davon aus, dass der 25-Jährige das Mädchen tötete, um den Vergewaltigungsversuch zu verdecken und verurteilte ihn deshalb wegen Mordes. Die Richter folgten damit der Auffassung der Staatsanwaltschaft, die lebenslange Haft wegen Mordes gefordert hatte.

Die Anklage hatte sich dabei auf mehrere Indizien gestützt. Unter anderem fanden die Ermittler auf dem Computer des Angeklagten Hinweise, dass er vor der Tat im Internet intensiv zum Thema Vergewaltigung recherchiert hatte. Die Verteidigung hatte lediglich eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: n-tv.de

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