Panorama

Nachbeben in Emilia RomagnaMonti besucht Erdbebengebiet

22.05.2012, 11:07 Uhr
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Proteste begleiten den Regierungschef bei seinem Besuch in der Stadt Mesagne. (Foto: AP)

Die Erde in Norditalien kommt nicht zur Ruhe. Dutzende Nachbeben erschüttern erneut die Region Emilia Romagna. Noch immer hausen Tausende in Notunterkünften. Regierungschef Monti reist in das Erdbebengebiet, um über finanzielle Hilfen für die Betroffenen zu beraten.

Regierungschef Mario Monti hat den Erdbebenort Sant'Agostino in der norditalienischen Region Emilia Romagna besucht. Vier der insgesamt sieben Toten kamen in dem Ort unter Trümmern ums Leben. Nachbeben erschütterten weiter die Region. Tausende verbrachten die zweite Nacht in Notunterkünften oder bei Freunden und Verwandten. Die Zahl der Obdachlosen stieg nach Medienberichten auf 5000. Regenfälle behindern die Aufräumarbeiten und machen die Lage für die Opfer noch schwieriger. Hunderte Helfer sind im Einsatz, darunter rund 600 Polizeibeamte.

Bei Montis Ankunft demonstrierten eine Handvoll Menschen gegen dessen Politik, insbesondere gegen die neue Immobiliensteuer IMU, die ab 1. Juni gezahlt werden soll. Monti wollte auch in das ebenfalls schwer betroffene Finale Emilia fahren. Die Regierung beabsichtigte, am Dienstag über finanzielle Hilfen zu beraten. Jedoch wurde erwartet, dass angesichts der Schuldenkrise nicht viel Geld lockergemacht werden kann.

Bei dem Erdbeben waren auch rund 50 Menschen verletzt worden. Schulen und Sporthallen wurden als Notlager eingerichtet und Zelte aufgestellt. Viele Schulen blieben auch weiterhin geschlossen.

Quelle: ntv.de, dpa