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Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa - hier 1995 in Kalkutta.
Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa - hier 1995 in Kalkutta.(Foto: dpa)

Zwei anerkannte Wunder: Mutter Teresa wird heiliggesprochen

Die wohl berühmteste Nonne der Welt wird zur Heiligen: Der Papst stimmt der Heiligsprechung von Mutter Teresa zu. Nun steht auch der Termin für die Zeremonie fest.

Die albanisch-indische Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa wird am 4. September heiliggesprochen. Dies teilte der Vatikan nach einem Treffen von Papst Franziskus mit seinen Kardinälen mit. Franziskus hatte Mutter Teresa im vergangenen Jahr ein zweites Wunder zuerkannt und damit den Weg für die Heiligsprechung freigemacht. Es soll sich dabei um die unerklärliche Heilung eines schwer kranken Mannes gehandelt haben. Die 1997 im Alter von 87 Jahren gestorbene Nonne war 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden.

Mutter Teresa wurde 1910 im heutigen Skopje geboren. Seit 1950 kämpfte sie gegen das Leid der Ärmsten der Armen im indischen Kalkutta, wo sie den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe gründete. 1997 starb sie im Alter von 87 Jahren. Mutter Teresa erhielt 1979 den Friedensnobelpreis. Zeit ihres Lebens verteidigte sie die traditionellen Werte der katholischen Kirche.

Die Ordensfrau war aber auch nicht unumstritten. Ihr wurde etwa vorgeworfen, versucht zu haben, verletzlichen Menschen den Katholizismus aufzuzwingen und mit ihrer strikten Ablehnung von Empfängnisverhütung und Abtreibung zum Elend der Armen beigetragen zu haben.

Bei dem ordentlichen Konsistorium wurden auch die Termine für die Kanonisierung vier weiterer Seliger festgelegt: Am 5. Juni sollen der polnische Ordensgründer Stanislaus von Jesus Maria und die schwedische Konvertitin und Ordensgründerin Maria Elisabeth Hasselblad heiliggesprochen werden, am 16. Oktober der argentinische Dominikanerpriester José Gabriel del Rosario Brochero und der Mexikaner José Sánchez del Río, der als Märtyrer starb.

Selige und Heilige werden in der katholischen Kirche als Vorbilder christlichen Lebens verehrt. Zuletzt sprach Papst Franziskus unter anderem die Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heilig.

Quelle: n-tv.de

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