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Auch in Deutschland müssen einige Eltern - wie bei diesem Projekt an einer niedersächsischen Grundschule - nach wie vor darauf hingewiesen werden, dass man Kinder nicht schlägt.
Auch in Deutschland müssen einige Eltern - wie bei diesem Projekt an einer niedersächsischen Grundschule - nach wie vor darauf hingewiesen werden, dass man Kinder nicht schlägt.(Foto: picture alliance / dpa)

Er konnte nicht bis 18 zählen: Mutter erschlägt vierjährigen Sohn

Weil er nicht richtig zählen kann, misshandelt eine Mutter in Singapur ihren vierjährigen Sohn. Als sie ihn schubst, stürzt der Junge und stirbt wenig später an seinen schweren Verletzungen. Vor Gericht offenbart sich sein ganzes Martyrium.

In Singapur hat eine Mutter ihren vierjährigen Sohn erschlagen, weil er nicht richtig zählen konnte. Nach einem Bericht der Zeitung "Straits Times" gab sie vor Gericht zu, den Jungen im August 2014 misshandelt zu haben, nachdem er die Zahlen von 11 bis 18 nicht auf malayisch nennen konnte. Mohammad starb an seinen schweren Kopfverletzungen infolge eines Sturzes. Die Anklage lautet auf schwere Körperverletzung und Kindesmissbrauch.

Demnach hat die 34-Jährige ihren Sohn in insgesamt sechs Fällen misshandelt - erstmals 2012, als er zwei Jahre alt war. Ursache war nach ihren Aussagen in diesem Fall Frustration, weil er das Alphabet nicht richtig aufsagen konnte.

Die Behörden entschieden daraufhin, den Jungen bei dem Bruder der Frau unterzubringen. Kurz vor seinem Tod fing sie den Vierjährigen allerdings an dessen Schule ab und nahm ihn mit nach Hause. Dort soll sie ihn später geschlagen, geschubst und gewürgt haben, als er zwar auf englisch, nicht aber auf malayisch bis 18 zählen konnte. Der Junge verstarb kurze Zeit darauf trotz einer Notoperation.

Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Vorher muss das Gericht noch die Aussagen von zwei Psychiatern bewerten. Der Gutachter der Verteidigung vermutet, dass die Frau unter dem Asperger-Syndrom leidet und ihren Sohn deswegen misshandelt hat; der Gutachter der Anklage widerspricht dieser Darstellung.

Quelle: n-tv.de

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