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Mit ihrem neuen Stricksohn kann sie jederzeit kuscheln.
Mit ihrem neuen Stricksohn kann sie jederzeit kuscheln.(Foto: twitter.com/@BuzzFeed)

Kreativer Tribut an die Pubertät: Mutter strickt sich lebensgroßen Sohn

Einer Niederländerin gefällt es gar nicht, als ihr Sohn in die Pubertät kommt und plötzlich nicht mehr jeden Tag mit ihr kuscheln will. Doch statt ihn trotzdem mit Liebe zu überschütten, greift sie zur Nadel. Und strickt sich eine lebensgroße Puppe ihres Sohnes.

Stricken ist Marieke Voorsluijs Beruf. Für ihre Firma Club Geluk strickt sie realistische Gegenstände aus dem alltäglichen Leben. Wie zum Beispiel Schinken- oder Käseplatten. Als einer ihrer Söhne in die Pubertät kommt, bringt das für sie erhebliche Veränderungen mit sich. "Früher habe ich mit meinem Sohn jeden Tag gekuschelt, aber seit er in die Pubertät gekommen ist, wird das immer seltener. Jetzt will er sich lieber mit seinen Freunden treffen, an seinem iPhone rumspielen oder Musik auf dem iPod hören", schreibt die Niederländerin auf "Bored Panda".

In einem Gespräch über die Veränderungen in der Beziehung zwischen Mutter und Sohn entsteht eine Idee. Wenn der Sohn überdeutlich signalisiert, dass er mehr Freiraum braucht, soll er ihn bekommen. Voorsluijs beschließt kurzerhand, sich einen Ersatzsohn zu stricken- einen der sich über die Liebesbekundungen der Mutter noch freuen würde.

Einerseits soll der ungewöhnliche Stricksohn den Abnablungsprozess des Jungen zeigen, zugleich aber auch die Schwierigkeiten, in die Mütter geraten, wenn ihre Kinder älter werden. "Mir ist bewusst, dass es für manchen Betrachter ein wenig unheimlich wirken mag, doch primär ging es dabei um den Spaß", schreibt sie. Die lebensgroße Puppe hat einen Kopf mit Basecap, Händen mit Fingernägeln und einer Uhr, eine Hose, einen Pullover mit der Aufschrift "Punk Not Dead", Sneakers und einen iPod. Die Herstellung der Puppe hat zwei Monate gedauert. Hilfe bekam Voorsluij dabei von ihrem Sohn und dessen Großmutter.

"Das Projekt ist mehr ein Tribut an die Pubertät und meine Söhne. Wir haben keine echten Probleme mit der Pubertät oder Intimität. Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall", sagt sie. Mit ihrer Puppe kann sie jetzt bis an das Ende ihrer Tage kuscheln. Ganz egal, ob ihrem Sohnemann das peinlich ist oder er viel lieber am Handy hängen will.

Quelle: n-tv.de

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