Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
SO 13° / 23°
MO 10° / 24°
Panorama

Montag, 28. April 2008

Opfer von Amstetten: Natascha Kampusch will helfen

Die als Kind entführte Natascha Kampusch hat den Missbrauchsopfern von Amstetten ihre Hilfe angeboten. "Meine spontane Eingebung war, dass ich der Familie helfe, indem ich ihr finanziell helfe", sagte Kampusch im ORF. "Vielleicht möchten sich weitere Personen meinem Beispiel anschließen und spenden", fügte sie hinzu.

Im niederösterreichischen Amstetten hat ein 73-Jähriger gestanden, seine 42-jährige Tochter 24 Jahre lang im Keller seines Hauses gefangen gehalten zu haben. Er gab der Polizei gegenüber auch zu, mit ihr sieben Kinder gezeugt zu haben. Zwei Söhne im Alter von 18 und fünf Jahren und eine 19-jährige Tochter waren seit ihrer Geburt mit der 42-Jährigen eingekerkert gewesen.

Die heute 20-jährige Kampusch war acht Jahre in einem Keller eingesperrt, bevor ihr im August 2006 die Flucht vor ihrem Entführer Wolfgang Priklopil gelang. Er hatte das Mädchen im Alter von acht Jahren auf dem Schulweg verschleppt.

Sie könne sich vorstellen, eine Ansprechpartnerin für die Familie zu sein, sagte Kampusch. "Es wird Schulbildung und medizinische Versorgung brauchen", sagte sie. "Man muss daran denken, sie sind dort aufgewachsen - die haben soziale Kontaktschwierigkeiten."

Kampusch sagte, sie habe schon länger das Bedürfnis, sich für Vermisste und für Missbrauchsopfer einzusetzen. Sie fühle mit der Tochter und auch der Gattin des Verdächtigen. "Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig für (...) sie ist, sich in der Situation zurechtzufinden", sagte sie.

Artikel versenden

Opfer von Amstetten: Natascha Kampusch will helfen

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.