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Mittwoch, 17. März 2010

Zankapfel Moyland: Neue Runde im Beuys-Streit

Immer wieder sorgt das vor zehn Jahren gegründete Beuys-Museum Moyland für Streit. Nun wehrt sich das Land NRW gegen Vorwürfe, es wolle die Museums-Stiftung auflösen.
Die neue Leiterin des Museums Moyland, Bettina Paust.

Die neue Leiterin des Museums Moyland, Bettina Paust.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Neuer Streit um das künstlerische Erbe von Joseph Beuys: Das Land Nordrhein-Westfalen wehrt sich gegen Aussagen, das Beuys-Museum Moyland am Niederrhein finanziell austrocknen und dann die umfangreiche Sammlung nach Düsseldorf verlagern zu wollen. Entsprechende "unerhörte Behauptungen" von Gerhard van der Grinten, dem Sohn der niederrheinischen Beuys-Sammlerfamilie, in der Berliner Kunstzeitschrift "Monopol" seien unwahr, sagte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff.

Statt angeblich sinkender Förderung für das Museum Moyland sei das genaue Gegenteil der Fall, erklärte der Kulturstaatssekretär. Von 2,3 Millionen Euro 2005 seien die Landesmittel auf nun 2,9 Millionen Euro gestiegen. Im kommenden Jahr sei eine Summe von 3,3 Millionen Euro vorgesehen, um den Neustart des Museums Moyland unter der neuen Leitung der Kunsthistorikern Bettina Paust zu unterstützen. Die Behauptung, das Land wolle die Museums-Stiftung auflösen, sei "geradezu absurd".

Als "völlig unsinnig und schlichtweg falsch" weist auch die Direktorin der Kunstsammlung NRW, Marion Ackermann, die Behauptung van der Grintens in der Kunstzeitschrift zurück, wonach nicht sie, sondern der frühere Beuys-Mitarbeiter Heiner Bastian aus Berlin eine für den Herbst in ihrem Haus geplante Beuys-Ausstellung organisiere. "Hier hat es wohl jemand mit der Wahrheit nicht so genau genommen", erklärte die Leiterin der Landesgalerie, die seit Monaten die Beuys-Schau "Parallelprozesse" vorbereitet.

Das vor rund zehn Jahren gegründete Museum Moyland in Bedburg-Hau mit der 5000 Arbeiten umfassenden Sammlung zum Werk von Joseph Beuys ist immer wieder Zankapfel zwischen der Stifterfamilie van der Grinten, dem Land NRW und den Beuys-Erben.

dpa

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