Panorama

Kunstmesse Abu DhabiNeues Konzept als Antwort auf Krise

09.10.2009, 15:15 Uhr

Die Kunstmesse Abu Dhabi setzt in Zeiten der Krise auf ein neues Konzept. Sie wird kleiner und anspruchsvoller.

artparis-Abu-Dhabi-Art
"Zungen" des indischen Künstlers Ebenezer Sunder Singh auf der artParis-Abu Dhabi Modern and Contemporary Art Fair im Jahr 2008. (Foto: REUTERS)

Mit 50 internationalen Galerien, darunter mehr als 20 aus Europa, sowie renommierten Partnern wie dem Louvre und dem New Yorker Guggenheim, hofft die Messe (19. bis 22. November), auf dem von der Finanzkrise heimgesuchten Kunstmarkt bestehen zu können. Abu Dhabi Art wurde 2007 als Tochtermesse der artparis gegründet. Sie gehört zu den Newcomern unter den Kunstmessen, von denen in den vergangenen Monaten einige aufgegeben haben wie Manhattans International Asian Art Fair oder die ShContemporary in Schanghai.

Die Messe wurde völlig umgekrempelt: Sie heißt nicht mehr artparis-Abu Dhabi, öffnet sich dem Design und versteht sich mit den zahlreichen Debatten, Ateliers und Ausstellungen als internationales Kunsttreffen. "Abu Dhabi will dadurch seine Position als innovative Plattform für moderne und zeitgenössische Kunst verstärken", erklärte Rita Aoun-Abdo, Leiterin der Kulturabteilung von "Tourism Development & Investment Company".

Die meisten Galerien kommen aus Europa, vor allem Frankreich. Aus Deutschland sind nur zwei Galeristen vertreten. Auf der 27 Quadratkilometer großen, natürlichen Insel Saadiyat Island, die der Hauptstadt Abu Dhabi unmittelbar vorgelagert ist, sollen bis in drei Jahren Filialen des Pariser Louvre und des Guggenheim Museums fertiggestellt werden. Die erste vom Guggenheim Museum organisierte Ausstellung "The Making of a Museum" findet zeitgleich mit der Eröffnung der Kunstmesse Abu Dhabi statt.

Quelle: dpa