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Dieser schöne Strand in der Awaroa-Bucht ist nun für die Öffentlichkeit zugänglich - auf Dauer.
Dieser schöne Strand in der Awaroa-Bucht ist nun für die Öffentlichkeit zugänglich - auf Dauer.(Foto: imago/Bluegreen Pictures)

2,2 Millionen per Crowdfunding: Neuseeländer kaufen sich Strand zurück

Es gibt viele wunderschöne Flecken auf dieser Erde. Blöd nur, wenn sich die in Privatbesitz befinden und nicht für alle zugänglich sind. Wie zum Beispiel der Strand in der neuseeländischen Awaroa-Bucht. Zwei Schwager wollen das ändern und haben eine zündende Idee.

Mehr als 39.000 Neuseeländer haben mit Geldspenden den Kauf eines prestigeträchtigen Privatgrundstücks mit 800 Meter langem Strand ermöglicht. Es soll nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, wie Umweltministerin Maggie Barry sagte. Das Grundstück an der Awaroa-Bucht liegt im Norden der Südinsel und grenzt direkt an den Abel-Tasman-Nationalpark.

"Es ist bewegend zu sehen, wie sehr die Neuseeländer an unserem Land hängen und wünschen, dass es geschützt wird", sagte die Ministerin. Der Strand soll nun Teil des Nationalparks werden. "Ich habe die Verantwortlichen aufgefordert, alles Notwendige so schnell es geht zu erledigen. Sobald der Strand Teil des Nationalparks ist, ist der Zugang zum Strand für die Öffentlichkeit auf Dauer gesichert."

Sozialarbeiter Duane Major hatte sich mit seinem Schwager darüber empört, dass so ein Grundstück überhaupt in Privatbesitz hatte gelangen können. "Dieser Ort ist etwas Besonderes. Ein kleines Stück vom Paradies". Im Januar startete er auf einer Crowdfunding-Webseite einen Spendenaufruf.

Das Grundstück stehe zum Verkauf und der Besitzer wolle zwei Millionen Dollar dafür, schrieb Major in seinem Aufruf. "Das klingt zwar viel, aber manche Drei-Zimmer-Apartments in Auckland kosten genauso viel. Wenn 2000 Leute mitmachen, wären es 1000 Dollar für jeden, wenn 5000 mitmachen, wären es 400 Dollar pro Person." Er und sein Schwager wären bereit, jeweils 1000 Dollar beizusteuern.

Insgesamt sammelten 39.000 Spender gemeinsam 2,2 Millionen neuseeländische Dollar für die 70.000 Quadratmeter - rund 1,2 Millionen Euro. Die Regierung legte zusätzlich 350.000 Dollar auf den Tisch - und der Privatbesitzer akzeptierte, wie Major berichtete.

Quelle: n-tv.de

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