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Der landestypische Silberfarn unterlag dem britischen Union Jack.
Der landestypische Silberfarn unterlag dem britischen Union Jack.(Foto: picture alliance / dpa)

Flaggenabstimmung beendet: Neuseeländer wollen Union Jack behalten

Die Neuseeländer haben in einem Volksentscheid über die Änderung ihrer Nationalflagge abgestimmt. Nach der Auswahl einer möglichen landestypischen Alternative bleibt aber nun wohl doch alles beim Alten.

Die Neuseeländer behalten ihre alte Landesflagge mit dem britischen Union Jack. Vorläufigen Ergebnissen eines Referendums zufolge stimmten 56,61 Prozent der Wähler gegen einen Alternativvorschlag mit dem landestypischen Silberfarn. Wie die Wahlbehörden mitteilten, sprachen sich 43,16 Prozent für die vorgeschlagene neue Flagge und damit gegen den Union Jack aus.

Das Endergebnis der Volksabstimmung soll in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Die Tendenz dürfte sich wegen des großen Abstands bestätigen und als Niederlage für Neuseelands Premierminister John Key gewertet werden. Er hatte entschlossen für einen "Wandel" geworben und die alte Landesflagge als "Relikt" der britischen Kolonialherrschaft bezeichnet.

Die Flagge war 1902 zur Landesfahne bestimmt worden. Key schrieb nun im Internetdienst Twitter, Neuseeland habe für den Erhalt der herkömmlichen Flagge gestimmt. "Ich ermutige alle Neuseeländer dazu, sie zu nutzen, anzunehmen und, noch wichtiger, stolz auf sie zu sein." Vize-Premier Bill English erklärte, einige Bürger seien gewiss enttäuscht vom Ausgang des Referendums, die Regierung habe aber einen demokratischen Prozess ermöglicht und die Neuseeländer hätten sich entschieden.

Im Dezember hatten sich die Neuseeländer zunächst unter fünf Motiven für den Silberfarn vor schwarz-blauem Hintergrund als mögliche künftige Landesfahne entschieden. Das eigentliche Referendum zu der Flagge hatte am 3. März begonnen. Die Abstimmung endete am heutigen Donnerstag.

Quelle: n-tv.de

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