Panorama
Das "Newsweek"-Hauptquartier in New York.
Das "Newsweek"-Hauptquartier in New York.(Foto: dpa)

Magazin setzt auf digitale Ausgabe: "Newsweek" druckt nicht mehr

Seit 1933 liegt die "Newsweek" am Kiosk aus. Seitdem gehört das US-Magazin zu den meinungsstärksten Medien - nicht nur in den USA. Doch im Zeitalter digitaler Angebote zieht der Verlag die Reißleine - und stellt die gedruckte Version ein.

Eine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt wird es künftig nicht mehr auf Papier geben: Das US-Journal "Newsweek" stellt zum Jahresende sein Erscheinen am Zeitungskiosk ein. Dann werde es das vor 80 Jahren gegründete Magazin nur noch digital geben, teilte der Verlag in New York mit. Die letzte gedruckte Ausgabe erscheine am 31. Dezember 2012, hieß es.

"'Newsweek Global', wie die digitale Ausgabe dann heißt, wird eine weltweite Edition sein, ausgerichtet auf ein hochmobiles, meinungsbildendes Publikum, das in einem anspruchsvollen Umfeld etwas über die Welt erfahren will", erklärten die Chefs von "Newsweek" und dem Online-Ableger "Daily Beast", Tina Brown und Baba Shetty.

Derzeit erscheinen noch insgesamt vier Ausgaben der "Newsweek". Neben der für den US-Markt gibt es die Newsweek auch als englischsprachige Version für Lateinamerika, den Pazifikraum und eine Version für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Zudem gibt es mehrere Lizenzausgaben in anderen Sprachen.

"Newsweek" war erst vor zwei Jahren von der "Washington Post"-Gruppe an Sidney Harman verkauft worden. Der Radiotechnik-Pionier starb nur neun Monate später. Kurz zuvor war "Newsweek" mit der Website "The Daily Beast" fusioniert, deren Gründerin Tina Brown Chefin beider Redaktionen wurde. Die Zeitschrift gehört nun Harmans Nachkommen und dem Internetunternehmen InterActiveCorp.

Einen ähnlichen Weg ins Netz ist vor drei Jahren bereits "Life" gegangen. Das Reportagemagazin hat eine ähnliche Geschichte wie "Newsweek". Beide Journale berichteten in atemberaubenden Bildern vom Aufstieg der Nazis, dem Zweiten Weltkrieg, Mauerbau, Vietnam und Watergate und dem 11. September 2001. Auch die Fotos von "Life" gibt es aber nur noch im Internet. Als letzte der drei großen Zeitschriften hält sich noch "Time" am Kiosk.

Quelle: n-tv.de

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