Kölns Oberbürgermeister bis 1999Norbert Burger ist tot
Der ehemalige Oberbürgermeister Kölns ist gestorben. Norbert Burger erliegt einem langjährigen Krebsleiden. Mit seiner Amtszeit endete 1999 eine 43-jährige Herrschaft der SPD in Köln. Auf sie folgt Jahre später ein Verfahren gegen Burger wegen angeblich gefälschter Spendenquittungen.
Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Burger litt seit mehreren Jahren an Krebs und sprach darüber mehrfach in Interviews. Der SPD-Politiker - Beiname "Oberburger" - war von 1980 bis 1999 Oberbürgermeister der viertgrößten deutschen Stadt. Danach geriet er in den Sog eines Parteispenden-Skandals der Kölner SPD.
Sein Abschied 1999 fiel mit dem Ende einer 43 Jahre währenden SPD-Herrschaft in Köln zusammen. Die SPD erlebte ein Debakel, weil sich ihr Oberbürgermeister-Kandidat Klaus Heugel kurz vor der Wahl wegen eines illegalen Insider-Aktiengeschäfts zurückziehen musste.
Ein paar Jahre später kam der Burger selbst wegen einer angeblich fingierten Spendenquittung ins Gerede. 2002 wurde sein Haus von der Steuerfahndung durchsucht. 2006 stellte das Kölner Landgericht Spendenverfahren gegen ihn und fünf andere SPD-Politiker nach Zahlung von Geldauflagen in Höhe von 7000 bis 30 000 Euro ein.