Panorama

Entspannung an Neiße und SpreeNordosten wird überschwemmt

23.07.2011, 14:17 Uhr
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Die Neiße, hier in Görlitz, führt Hochwasser, aber die Lage zeigt sich deutlich entspannter. (Foto: dapd)

Im Süden gehen die Überschwemmungen zurück, dafür kämpft nun der Nordosten mit Wassermassen. Keller und Straßen in Mecklenburg-Vorpommern werden überschwemmt, etliche Kulturveranstaltungen müssen abgesagt werden.

Heftiger Regen hat viele Keller und Straßen in Mecklenburg-Vorpommern überflutet. Mehrere Open-Air-Events mussten abgesagt werden. In Greifswald wusste sich selbst die Feuerwehr kaum mehr zu helfen. Bis zu einen Meter hoch stand dort das Wasser. "Alles läuft über. Wir wissen gar nicht, wo wir das Wasser noch hinpumpen sollen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Selbst die Rückhaltebecken seien überflutet. Auch in Rostock mussten die Helfer zu etlichen Einsätzen ausrücken.

In Bad Doberan wurde das "Searock"-Festival am 22. und 23. Juli mit Bands wie den Fantastischen Vier abgesagt. Mehr als 11.000 Karten waren dafür verkauft worden. 30 Stunden Starkregen und Sturmböen bis zu Stärke 9 machten die Auftritte unmöglich, teilten die Veranstalter mit. Seeräuber Klaus Störtebeker trotzte dem Wetter hingegen: Die Vorstellungen der Störtebeker Festspiele auf Rügen würden "garantiert" gespielt, hieß es beim Veranstalter. Im Laufe des Tages sollte der Regen nachlassen.

Entspannung in der Lausitz

Auch in Sachsen sollte es zunächst weitgehend trocken bleiben. Die Hochwasserlage im Osten des Bundeslandes entspannte sich weiter, die Wasserstände der Flüsse sanken. Nur an der Lausitzer Neiße in Görlitz galt zunächst noch die zweithöchste Alarmstufe 3, wie das Hochwasserzentrum in Dresden mitteilte. In Zittau ging das Wasser bereits deutlich zurück, an der Spree sank der Wasserpegel nur langsam. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Sachsen sollte es in Ostsachsen am Wochenende weitgehend trocken bleiben. Lediglich am Sonntag könnte es vereinzelt etwas Regen geben.

Allerdings wurden - etwa an der Elbe - noch abfließende Wassermassen aus Tschechien erwartet. Dort und in der Slowakei beruhigte sich die Lage nach mehreren Tagen Hochwasser und Sturmwetter ebenfalls. Lediglich in der nordtschechischen Region Hradec Kralove (Königgrätz) überschwemmten kleinere Elbe-Zuflüsse am Morgen noch einzelne Straßen und Keller. Später gingen aber auch dort die Pegelstände rasch zurück.

Quelle: dpa