Panorama

Übelkeit, Erbrechen, DurchfallNorovirus sucht Zeltlager heim

10.07.2011, 17:15 Uhr
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Rettungskräfte aus mehreren Landkreisen sind im Einsatz. (Foto: dapd)

Mehr als 300 Teilnehmer eines Zeltlagers erkranken in Bad Segeberg an Brechdurchfall. 140 müssen sich in Krankenhäusern der Umgebung behandeln lassen. Für die Angehörigen wird eine Hotline geschaltet.

Nach einem in einem Zeltlager für 700 Jugendliche in Bad Segeberg sind am Wochenende mehr als 300 Teilnehmer an Brechdurchfall erkrankt. Mehr als 140 mussten in 20 Krankenhäuser der Region gebracht werden, wie die Landrätin des Kreises Segeberg mitteilte. Bei vier Patienten sei der Virus bestätigt. Das Zeltlager wurde aufgelöst.

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Das Norovirus ist extrem aggressiv. (Foto: picture-alliance/ dpa)

In dem Camp waren Jugendliche mit Diabetes aus ganz Deutschland zusammengekommen. Sie reagieren laut Landrätin Jutta Hartwieg empfindlich auf Infektionen, auf Flüssigkeitsverluste und auf Unregelmäßigkeiten bei der Nahrungszufuhr. Die ersten klagten am Samstagnachmittag über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Rettungskräfte aus mehreren Landkreisen waren im Einsatz, um die ingesamt 300 betroffenen Jugendlichen medizinisch zu versorgen und die schwerer Erkrankten in ein Krankenhaus zu bringen.

Noroviren sind sehr resistent gegenüber , eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht. Deshalb gibt es immer wieder akute Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen. Die Viren verursachen Erbrechen, Durchfall und führen zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust.

Für Angehörige von Erkrankten des aufgelösten Zeltlagers im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg wurde indes eine Hotline geschaltet. Betroffene können unter 0170/6311627 fragen, in welchem Krankenhaus ihre Angehörigen behandelt werden.

Quelle: dpa