Panorama

Rettung vor dem BräterObama zeigt sich gnädig

25.11.2009, 21:02 Uhr

US-Präsident Barack Obama macht keinen Hehl daraus, dass er Truthähne zu Thanksgiving für unverzichtbar hält und zwar auf dem Teller, aber die Tradition verlangt Gnade, also begnadigte Obama "Courage" und "Carolina".

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Der Präsident auf einem seiner angenehmeren Termine. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mit der Zeremonie im Garten des Weißen Hauses ersparte der Präsident den beiden Tieren die Schlachtung zum Thanksgiving-Fest, das die Amerikaner traditionell mit einem Geflügelmahl im Kreise der Familie begehen. "Hiermit spreche ich offiziell meine Begnadigung aus", sagte Obama in einer launigen Zeremonie vor dem Weißen Haus und ließ seine präsidiale Hand über den Köpfen der beiden Puter kreisen.

"Es gibt Momente, an denen ich mich erinnere, warum ich dieses Amt wollte", sagte der neue Präsident. "Und es gibt Momente wie diesen, an denen ich Truthähne begnadige und sie nach Disneyland schicke." In dem Vergnügungspark sollen die beiden gefiederten Prachtexemplare als Ehrenmarschalle die Thanksgiving-Parade anführen.

Obama machte keinen Hehl daraus, dass er die Truthähne gerne selbst gegessen hätte. Allerdings habe eine Intervention seiner Töchter Sasha und Malia den Tieren dieses "schmerzhafte und delikate Schicksal" erspart. Seit Monaten hatte sich Obama nicht mehr derart gut gelaunt in der Öffentlichkeit gezeigt. Auch seine beiden Töchter waren dabei.

Die Begnadigung eines ausgewählten Truthahns war im 19. Jahrhundert von Präsident Abraham Lincoln eingeführt worden. Die heitere Prozedur wird seit 20 Jahren im Weiße Haus abgehalten,.

Vom Glück der Gnade können Millionen andere Puter aber nur träumen: Jährlich werden zum Familienfest Thanksgiving in den USA rund 45 Millionen Truthähne geschlachtet. Turkey mit Preiselbeersoße, Süßkartoffeln und Kürbis-Pie steht bei den meisten Amerikanern zu Thanksgiving auf dem Speiseplan.

Quelle: dpa/AFP