Panorama
Seit Wochen wird über die "Giftspritzen" bei Hinrichtungen heftig gestritten.
Seit Wochen wird über die "Giftspritzen" bei Hinrichtungen heftig gestritten.(Foto: imago stock&people)

Nach Klage von Pharmahändler: Oberstes Gericht gibt Hinrichtungsdroge frei

In den USA stehen Hinrichtungen mit der Giftspritze vermehrt in der Kritik. Es gibt Berichte über qualvolle Tode. Dennoch werden Todesurteile vollstreckt. In Arkansas macht das Oberste Gericht den Weg frei.

Das Oberste Gericht im US-Staat Arkansas hat den Einsatz der zuvor verbotenen Hinrichtungsdroge Vecuronium erlaubt. Damit könnte noch im Lauf des Tages das Todesurteil gegen den Häftling Lendell Lee vollstreckt werden.

Lee ist einer von acht Gefangenen, die Arkansas ursprünglich vom Ostermontag an in einer Zeitspanne von nur elf Tagen exekutieren wollte. Verschiedene Gerichtsentscheidungen haben jedoch zu einer zumindest vorläufigen Blockade von sieben der Hinrichtungen geführt.

Höchst umstrittene Substanzen

Das Oberste Gericht in Arkansas hob nach Angaben des örtlichen Senders KFSM am Donnerstag die einstweilige Verfügung einer Bezirksrichterin gegen den Gebrauch von Vecuronium auf, einem von drei Mitteln, die Gefangenen bei der Hinrichtung eingespritzt werden. Die Richterin war einer Klage des Pharmahändlers McKesson gefolgt: Er hatte dem Bundesstaat vorgeworfen, beim Kauf des Mittels vorgetäuscht zu haben, das Mittel zu medizinischen Zwecken benutzen zu wollen.

Arkansas hatte es mit den Hinrichtungen so eilig, weil die Haltbarkeit des Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft, das ebenfalls Teil des Giftcocktails ist. Die Verwendung dieser Substanz ist wegen Berichten über qualvolle Tode höchst umstritten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen