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Donnerstag, 09. September 2010

Hilfsschiffe unterwegs: Ölplattform brennt

Vor der Küste Argentiniens wird wieder eine Ölplattform evakuiert. Der Grund: In den Schlafräumen und der Kombüse brennt es. Die Anlage gehört zum chilenischen Erdölunternehmen ENAP.
Erst im April explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon".

Erst im April explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon".
(Foto: AP)

Auf einer Ölplattform vor der argentinischen Küste im Südatlantik ist ein Feuer ausgebrochen. Die Anlage am östlichen Eingang der Magellanstraße zwischen dem südamerikanischen Festland und der Insel Feuerland sei evakuiert worden, teilte die argentinische Marine  mit. Eines der acht Besatzungsmitglieder habe leichte Brandverletzungen erlitten.

Anzeichen für austretendes Öl gebe es nicht, sagte der Präfekt der Stadt Río Gallegos, Aníbal Marelli. Die Plattform verfüge über eine automatische Notabschaltung, die sich aktiviert habe. Zwei Hilfsschiffe seien unterwegs.

Das Feuer war nach diesen Angaben im Bereich der Schlafräume und der Kombüse ausgebrochen. Es konnte zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die Anlage wird von dem Unternehmen ENAP Sipetrol, das zum staatlichen chilenischen Erdölunternehmen ENAP gehört, betrieben. Sie befindet sich 15 Kilometer vor Cabo Vírgenes (Kap der Jungfrauen) etwa 2700 Kilometer südlich von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Unvergleichliche Naturkatastrophe

Am 20 April war nach einem Feuer die Ölplattform "Deepwater Horizon" in den Golf von Mexiko gesunken. Das Unglück hatte elf Menschen in den Tod gerissen. Bis zum Verschluss des Öllecks Mitte Juli waren mehr als 666.000 Tonnen Öl in den Golf von Mexiko geflossen. Mit der ramponierten Ölquelle gibt es zudem immer noch Probleme.

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ghö/dpa

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