Panorama

Raubüberfall in Äthiopien: Österreicher erschossen

Es sollte ein Abenteuerurlaub mit Schlauchboottour und Übernachtungen in Zelten werden. Stattdessen wird die Reisegruppe in Äthiopien brutal überfallen und ausgeraubt. Ein Mann muss den Überfall sogar mit seinem Leben bezahlen.

Der Blaue Nil in der Nähe von Bahir Dar.
Der Blaue Nil in der Nähe von Bahir Dar.(Foto: Giustion, wikipedia)

Bei einem Überfall auf eine österreichische Reisegruppe in Äthiopien ist ein 27-Jähriger getötet worden. Der Mann und seine drei Mitreisenden seien in der Nacht bei einer Schlauchboottour auf dem Blauen Nil in ihren Zelten überfallen worden, dabei seien auch Schüsse gefallen, sagte der österreichische Außenamtssprecher Martin Weiss. Einer der vier Touristen sei tödlich getroffen worden, die anderen seien unverletzt entkommen und hätten später die Botschaft in Addis Abeba alarmiert.

Laut dem Sprecher handelte es sich vermutlich um einen Raubüberfall. Die vier Österreicher waren demnach Teil einer größeren Gruppe, die sich unterwegs getrennt hatte. Der Überfall ereignete sich in der Nähe von Bahir Dar, rund 550 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt. Gefasst wurde nach Angaben des Außenamtssprechers zunächst niemand.

Überfall mit Gewehren

Wie einer der drei Überlebenden der österreichischen Nachrichtenagentur APA berichtete, waren zwischen acht und zehn teils mit Gewehren bewaffnete Männer an dem Überfall beteiligt. "Ein Mann war skrupellos, brutal. Er stach auf unsere zwei Boote ein. Plötzlich fiel ein gewollter, gezielter Schuss", erzählte der 40-Jährige. Der 27-Jährige sei aus unmittelbarer Nähe getroffen worden. Die Täter stahlen demnach mehrere Ausrüstungsgegenstände.

In seinem jüngsten Reisehinweis vom November warnt das österreichische Außenministerium vor einem "erhöhten Risiko von Terroranschlägen". Laut Sprecher Weiss gibt es jedoch keine Hinweise, dass der jüngste Angriff politisch motiviert war. Vor rund einem Jahr waren bei einem Angriff auf eine europäische Reisegruppe an den Hängen des Vulkans Erta Ale zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher getötet worden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen