Panorama

Fukushima bleibt gefährlichOptimismus bei Tepco schwindet

30.05.2011, 07:41 Uhr

Der Betreiber der Atomruine Fukushima zweifelt langsam daran, die Lage in dem zerstörten AKW bis Jahresende stabilisieren zu können. Mancher Vertreter des Energiekonzerns sei der Ansicht, dass die teilweise Kernschmelze in den Reaktoren 1 bis 3 die Reparaturarbeiten verzögern dürften, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

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Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde besuchen Reaktor 6 des Atomkraftwerks Fukushima. (Foto: AP)

Der Betreiber der Atomruine Fukushima zweifelt langsam daran, die Lage in dem zerstörten AKW bis Jahresende stabilisieren zu können. Mancher Vertreter des Energiekonzerns Tepco sei der Ansicht, dass die teilweise Kernschmelze in den Reaktoren 1 bis 3 die Reparaturarbeiten verzögern dürfte, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Tepco hatte am 17. April erklärt, die Atomanlage in sechs bis neun Monaten stabilisieren zu wollen.

Unterdessen warnte die meteorologische Behörde vor möglichen Erdrutschen in der Katastrophenregion in Folge andauernder Regenfälle. Zwar schwäche sich der Regen inzwischen ab, doch sei der Boden nach dem Megabeben und dem Jahrhundert-Tsunami vom 11. März gelockert. Berichte über Schäden lagen aber zunächst nicht vor. Der Regen ist eine Folge eines inzwischen zur Tiefdruckzone abgeschwächten Taifuns. Dieser hatte zuvor den Süden mit Regen und starken Winden überzogen. Ein Mensch starb, 61 wurden verletzt.

Bei zwei Arbeitern in Fukushima wurden in der Schilddrüse hohe Werte radioaktiven Jods festgestellt, teilte Tepco mit. Japanischen Medienberichten zufolge wurden die Männer möglicherweise einem Radioaktivitätsniveau über dem zulässigen Jahresgrenzwert ausgesetzt. Bei einer Untersuchung der Arbeiter durch die staatliche Atomaufsichtsbehörde seien zehn Mal so hohe Werte radioaktiven Jods 131 wie bei anderen Arbeiten festgestellt worden. Bislang waren noch keine Fälle von Arbeitern bestätigt worden, die Werten über dem zulässigen Grenzwert ausgesetzt wurden.

Quelle: dpa/AFP