Panorama

Fehlalarm in MünchenPanne durch Schichtwechsel?

26.01.2010, 11:23 Uhr

Nach Medieninformationen soll ein Schichtwechsel bei den Sicherheitskontrollen am Münchner Flughafen für den falschen Terroralarm verantwortlich sein.

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Hunderte Passagiere mussten wegen der Panne nochmal durch die Kontrollen. (Foto: dpa)

Der unbekannte Passagier, dessen Laptop am vergangenen Mittwoch Sprengstoffalarm auf dem Münchner Flughafen ausgelöst hatte, konnte einem Zeitungsbericht zufolge wegen Schichtwechsels des Kontrollpersonals entwischen.

Nach Angaben der "Welt" lagen den Kontrolleuren zwar Bilder und Personenbeschreibungen des Mannes vor. Doch zwischenzeitlich hatte das Wachpersonal gewechselt, und die neuen Kräfte erkannten den Mann trotz dessen sechseinhalbstündigen Aufenthalts auf dem Flughafen nicht. Deshalb konnte das Sicherheitspersonal den Verdächtigen auch nicht festhalten.

Kontrollen unter der Lupe

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will nach der Sicherheitspanne die Passagierkontrollen an deutschen Airports unter die Lupe nehmen. Es gehe nach dem Vorfall von München darum, die genauen Abläufe zu beleuchten und zu "prüfen, wo es über das menschliche Verhalten im Einzelfall hinaus strukturelle Probleme geben könnte", sagte der CDU- Politiker der "Freien Presse". Der Vorfall werde jetzt mit allen Beteiligten ausgewertet, "und dann werden wir entscheiden, ob und was wir verbessern können".

Am vergangenen Mittwoch hatte ein Sprengstoffdetektionsgerät während einer Passagierkontrolle angeschlagen. Dabei war das Notebook eines Mannes routinemäßig überprüft worden. Noch vor der Nachkontrolle war der Reisende mit seinem tragbaren Computer in der Menge im Abflugbereich verschwunden und hatte damit einen Großalarm ausgelöst.

Die Sicherheitsbehörden stuften die Panne am Sonntag offiziell als Fehlalarm ein. De Maizière betonte, bei dem Vorfall in München habe es sich eindeutig um menschliches Versagen gehandelt. Dagegen hätten die Geräte den Verdachtsfall klar angezeigt.

Quelle: dpa