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Hat keine Giftzähne, aber starke Muskeln: die Boa Constrictor bei der Feuerwehr in Witten.
Hat keine Giftzähne, aber starke Muskeln: die Boa Constrictor bei der Feuerwehr in Witten.(Foto: Feuerwehr Witten)
Sonntag, 02. Juli 2017

Bei Spielplatz in Witten: Passanten finden eine Boa Constrictor

Giftig ist sie nicht, aber dennoch nicht ganz ohne: Passanten entdecken eine zwei Meter lange Würgeschlange auf einem Waldweg in Witten an der Ruhr. Das Tier übernachtet schließlich in einer Tonne im Heizungsraum der Feuerwehr.

Für die Feuerwehr in Witten an der Ruhr war es ein ungewöhnlicher Tierrettungseinsatz: In der Nähe eines Spielplatzes hatten Passanten am Freitagabend eine zwei Meter lange Boa Constrictor entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Schlange lag friedlich auf einem Waldweg. "Wir gehen davon aus, dass die Schlange ausgesetzt wurde", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Per Smartphone hatten die Einsatzkräfte ein Foto an einen Schlangenexperten geschickt, der bestätigte, dass es sich um ein ungiftiges Tier handelte. Die Schlange wurde mit zur Wache genommen, wo sie in einer großen Tonne im Heizungsraum übernachtete. Anschließend wurde sie Spezialisten übergeben.

Erst der Biss, dann die Schlinge

In ihrem natürlichen Lebensraum in Mittel- und Südamerika frisst die Boa Constrictor kleine und mittelgroße Wirbeltiere wie etwa Kaninchen, Vögel oder Wasserschweine. Aber auch vor Kaimanen und anderen ähnlich großen Tieren schreckt sie nicht zurück.

Die Boa spürt ihre Beute durch Züngeln über Duftstoffe auf oder nimmt deren Körperwärme wahr. Ist die Würgeschlange ihrem Opfer nah genug, schnappt sie zu, beißt die Beute - ohne Gift - und umschlingt sie dann mit ihrem muskulösen Körper, immer fester und fester. Meist stirbt das Tier schließlich an Kreislaufversagen.

In Terrarien gehaltene Boas werden mit Kleinnagern wie Ratten und Mäusen gefüttert. Sie können gut zwei Meter lang werden und ein Alter von 30 Jahren erreichen. Wird sie falsch gehalten oder fühlt sich gestresst, kann eine Boa Constrictor unberechenbar sein.

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Quelle: n-tv.de

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