Panorama

Schluss mit "exzellenter Luft"Peking misst jetzt Feinstaub

21.01.2012, 12:44 Uhr
Peking
Peking zählt zu den Metropolen mit der schlimmsten Luftverschmutzung. Die offiziellen Messwerte waren bisher alle geschönt. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Luft in der chinesischen Hauptstadt war bisher immer "exzellent", selbst bei extremem Smog. Kein Wunder, wurden doch bisher nur größere Staubsteilchen gemessen. Nun jedoch ist eine neue Messstation in Betrieb gegangen. Die Luftqualität in Peking wird sich damit deutlich verschlechtern.

Nach massiver öffentlicher Kritik hat Pekings Umweltbehörde damit begonnen, die Messungen der Luftqualität internationalen Standards anzupassen. Eine erste Messstation für Feinstaub ist Agenturberichten zufolge in der chinesischen Hauptstadt in Betrieb gegangen. Weil zuvor immer nur größere Staubteilchen gemessen worden waren, konnte die Umweltbehörde bisher auch bei extremem Smog oft "exzellente Luft" vermelden.

Immer mehr Pekinger Bürger hatten sich über die Umweltbehörde beschwert, die beispielsweise auch am 4. Dezember "ziemlich gute" Luft gemessen hatte, während am Flughafen der Stadt 155 Flüge wegen der schlechten Sicht durch Smog abgesagt werden mussten oder nur verspätet abgefertigt werden konnten. Auch die US-Botschaft in Peking hatte sich an die Behörde gewandt und die Luft am 4. Dezember als "gesundheitsschädigend" bezeichnet, die Schadstoffwerte lägen "jenseits der Skala".

Der erste Feinstaub-Messtag der Stadt Peking endete nun mit dem Ergebnis, die Luft sei "gut" gewesen. Das Wetter war günstig: Ein starker Wind hatte zuvor die über der Stadt hängende Smogdecke weggeblasen.

Quelle: dpa