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In der Nähe von Dallgow-Döberitz hat die Bundespolizei an der Bahnstrecke einen Brandsatz entdeckt.
In der Nähe von Dallgow-Döberitz hat die Bundespolizei an der Bahnstrecke einen Brandsatz entdeckt.(Foto: dpa)

Zwischen Berlin und Hannover: Polizei findet Brandsatz an ICE-Strecke

Nach einer Selbstbezichtigung im Internet findet die Bundespolizei an einer Bahntrasse bei Berlin einen Brandsatz. Dass er nicht zündete, ist vielleicht nur einem Zufall zu verdanken. Die Polizei hat bereits Hinweise auf die Täter.

Die Bundespolizei hat an der ICE-Strecke Berlin-Hannover einen Brandsatz entdeckt. Der nicht gezündete Selbstbausatz lag unweit vom Berliner Stadtrand in einem Kabelschacht bei Dallgow-Döberitz (Havelland), wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Strafverfolgungsbehörden vermuten die Hintermänner in der linksextremen Szene.

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Der Bahnverkehr auf der Strecke wurde am Abend unterbrochen, Züge wurden umgeleitet. Inzwischen ist der Verkehr jedoch wieder freigegeben. Die Züge waren bereits ab etwa 21 Uhr wieder planmäßig unterwegs, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte. Durch Umleitungen kam es lediglich zu Verspätungen zwischen fünf und 20 Minuten.

Linksextreme Gruppe im Verdacht

Die Behörden waren durch eine Selbstbezichtigung auf einer Internetseite, die dem linksextremen Spektrum zugeordnet wird, auf den Brandsatz aufmerksam geworden. Daher liege die Vermutung nahe, dass diese Tat auch diesem Umfeld zugerechnet werden könne, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Warum der Brandsatz nicht zündete, war am Abend noch unklar.

"Tausenden Menschen wird die freie Ein- und Durchreise verwehrt - wir zielten mit unserer Aktion auf die Festung Europa in ihrer wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit. (...) Wir laden alle Flüchtlinge dieser Welt ein", heißt es in der Selbstbezichtigung. Spezialisten von Bundespolizei und Brandenburger Landeskriminalamt (LKA) sperrten den Bahndamm ab und untersuchten den Tatort. Unter ihnen waren nach Bundespolizei-Angaben auch Entschärfer. Unterstützt wurden die Beamten von Feuerwehrleuten und Bahn-Notfall-Managern. Ein Bahnsprecher teilte mit, Reisende müssten Verspätungen einkalkulieren. Nach Bahnangaben lagen sie angeblich bei zehn bis 15 Minuten.

In den vergangenen Jahren hatte es im Berliner Raum mehrfach Brandanschläge auf Bahnanlagen gegeben. Besonders folgenschwer war ein Anschlag im August 2014 auf einen Kabelschacht zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Ostkreuz. Am Ostkreuz dauerten die Reparaturarbeiten damals mehrere Tage. Mehrere Bahnlinien konnten deshalb nur eingeschränkt verkehren. Zu dem Anschlag bekannten sich linksradikale autonome Gruppen. Täter wurden bisher nicht gefasst.

Quelle: n-tv.de

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