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Manch sorgloser Umgang mit Feuerwerk führte zu Verletzungen.
Manch sorgloser Umgang mit Feuerwerk führte zu Verletzungen.(Foto: dpa)

Verletzte und Brände in Silvesternacht: Polizei hat viel zu tun

Viele Menschen haben die Silvesternacht genossen und ordentlich gefeiert. Manche haben es allerdings übertrieben. Bundesweit hatten Polizei, Feuerwehr und Sanitäter zu tun. In Berlin gab es etwas mehr Unfälle mit Böllern als im Vorjahr. In NRW gab es Tausende Einsätze für die Rettungskräfte.

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Silvester bedeutet nicht nur Spaß und Freude: Viel Arbeit gab es etwa für die Einsatzkräfte. Allein die Berliner Feuerwehr musste fast 1800 Mal ausrücken. 20 Menschen kamen nach Verletzungen mit Feuerwerk in das Berliner Unfallkrankenhaus. Einige der Patienten hatten abgerissene Finger oder Handteile, hieß es. Außerdem hätten die Ärzte 18 Verbrennungen und zahlreiche Patienten mit ausgeschlagenen Zähnen behandelt, sagte Sprecherin Angela Kijewski.

Die Verletzten seien bis auf einen Fall Männer zwischen 20 und 30 Jahren gewesen, ergänzte die Kliniksprecherin. Zwei Kinder seien von Querschlägern verletzt worden. Auch eine Messerstecherei habe es gegeben. Damit haben sich in der Silvesternacht in Berlin mehr Menschen beim Böllern verletzt als in den Vorjahren. Im vergangenen Jahr hatten Böller höchstens 15 Menschen verletzt. Insgesamt rückten die Berliner Rettungskräfte zu 607 Bränden aus - 200 mehr als vor einem Jahr.

Tausende Einsätze in NRW

Mehrere Tausend Einsätze hatte derweil die Polizei in Nordrhein-Westfalen. Es seien etwa so viele wie im Vorjahr gewesen, teilte die Landesleitstelle mit. Über 900 Mal wurden die Beamten wegen Körperverletzungen und über 400 Mal wegen Sachbeschädigungen aktiv. Fast 800 Mal war Ruhestörung der Einsatzgrund.

Alkohol war an Silvester auch reichlich im Spiel.
Alkohol war an Silvester auch reichlich im Spiel.(Foto: dpa)

Daneben mussten sich die Polizisten um über 300 meist betrunkene hilflose Menschen kümmern. Mehr als 500 Mal standen die Beamten der Feuerwehr bei Bränden bei. 74 Fälle von häuslicher Gewalt wurden verzeichnet, 77 Hausfriedensbrüche sowie knapp 300 Fälle von Diebstahl und Raub.

Mit eingesammelten Silvesterböllern hat in Cuxhaven ein Hausverwalter ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus verursacht. Zehn Menschen kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Verwalter hatte nach der Böllerei abgebrannte Feuerwerkskörper eingesammelt und in einen Müllbeutel gepackt, den er vor seiner Tür im Keller des Hauses deponierte. "Leider waren nicht alle Knaller aus und der Beutel fing an zu brennen", sagte ein Sprecher der Polizei Oldenburg. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Bewohner ihre Wohnungen nicht verlassen und mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Schüsse beim Silvesteressen

Viel zu tun gab es allerdings auch für Reinigungskräfte: In Hamburg waren 60 Mitarbeiter der Stadtreinigung ab 3 Uhr im Einsatz und räumten rund 30 Tonnen Silvestermüll weg. In Berlin schufteten rund 600 Reinigungskräfte.

Eine böse Überraschung gab es bei einem Silvesteressen in Nürtingen. Dort sollen zwei Männer in die Wohnung eines benachbarten Hauses geschossen haben, wo mehrere Menschen gerade beim Festtagsmenü saßen. Die Polizei nahm die 23 und 45 Jahre alten Tatverdächtigen wegen versuchten Totschlags fest. Bei einer Durchsuchung stellten die Ermittler die mutmaßliche Tatwaffe und umfangreiche Munition sicher, wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten. Verletzt wurde niemand. Die Feiernden waren im Wohnzimmer gewesen, als der Schuss durch das Fenster der angrenzenden Küche kam. Ein weiterer Schuss traf die Dachrinne. Ein mögliches Motiv war zunächst unklar.

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Quelle: n-tv.de

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