Panorama
So verraucht wurde Silvester in vielen Städten gefeiert: Feuerwerk in Leipzig.
So verraucht wurde Silvester in vielen Städten gefeiert: Feuerwerk in Leipzig.(Foto: dpa)

Zwei Menschen von U-Bahn überrollt: Polizei ist zu Silvester im Dauereinsatz

Auch diesmal müssen sich Polizei und Feuerwehr in der Neujahrsnacht wieder um Brände und Verletzungen kümmern. In Berlin und Bayern gibt es aber auch tödliche Unfälle. In Nordrhein-Westfalen sorgt ein Feuerwerk für ein Unglück.

Neben ausgelassenen Feiern hat es in der Silvesternacht wieder Brände, Schlägereien und Unfälle gegeben. In Berlin wurden zwei Menschen von U-Bahnen überrollt - sie kamen ums Leben. Einer der beiden war ein stark betrunkener 20-Jähriger, wie die Polizei mitteilte. Die Identität des anderen Opfers war zunächst unbekannt.

In Bayern wurde ein elfjähriges Mädchen bei einer Silvesterfeier von einem metallischen Gegenstand getroffen und starb an seinen schweren Kopfverletzungen. Wie die Polizei mitteilte, war die Schülerin gegen 1.00 Uhr in Unterschleichach zusammen mit mehreren Erwachsenen und weiteren Kindern unterwegs, als sie getroffen wurde. Die Elfjährige brach bewusstlos zusammen. Die Kriminalpolizei geht von einem Tötungsdelikt aus und hat Ermittlungen in alle Richtungen aufgenommen.

In Nordrhein-Westfalen wurden bei einem missglückten Feuerwerk 15 Menschen verletzt. Einer Frau musste ein Fuß amputiert werden. In Hamburg wurden mehr als 90 Menschen aus einem brennenden Altersheim gerettet - Auslöser des Feuers war vermutlich eine Rakete.

Allein in Berlin musste die Polizei nach eigenen Angaben 1749 Einsätze zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen bewältigen - gut 500 mehr als im vergangenen Jahr. Beamte wurden mit Raketen beschossen und mit Böllern beworfen. Die Feuerwehr rückte in Berlin mehr als 1500 Mal aus - an einem durchschnittlichen Tag sind es 1100 Einsätze. In 432 Fällen handelte es sich um Brände. Häufig habe es auf Balkonen gebrannt - wahrscheinlich ausgelöst durch Silvesterraketen.

Ruhige Party am Brandenburger Tor

Video

Das Unfallkrankenhaus Berlin zählte ab Mitternacht 50 ankommende Patienten, von denen sich die meisten mit Sprengkörpern verletzt hatten. Drei Patienten erlitten durch explodierende Böller Gesichtsverletzungen, in sieben Fällen mussten Handchirurgen eingreifen. Ein zwölfjähriger Junge verlor mehrere Finger.

Bei Deutschlands größter Silvesterparty zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zählte die Berliner Feuerwehr 169 Hilfeleistungen. 27 Besucher mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Auf der knapp zwei Kilometer langen Festmeile feierten nach Angaben der Veranstalter mehrere 100.000 Menschen friedlich ins neue Jahr. Einem Polizeisprecher zufolge gab es keine größeren Vorkommnisse. Wegen der Anschlagsgefahr hatten die Behörden strenge Sicherheitskontrollen verhängt. So durften keine Rucksäcke oder großen Taschen mit auf die Festmeile genommen werden.

In Hamburg war die Feuerwehr rund sechs Stunden im Einsatz, um den Brand in dem Altersheim zu löschen. Das oberste Stockwerk sei durch die Flammen beschädigt und das restliche Haus durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Die rund 90 Bewohner wurden vorerst in einer Notunterkunft in einer Schule untergebracht. Sie sollten in den nächsten Tagen auf andere Altenheime verteilt werden.

33 Kilometer Falschfahrt

Auf der Autobahn 3 nahe Frankfurt-Süd wurde ein betrunkener Geisterfahrer in der Neujahrsnacht erst durch eine Sperrung gestoppt - nach mindestens 33 Kilometern Falschfahrt Richtung Frankfurt. Eine parallel zu ihm fahrende Polizeistreife habe den 36-Jährigen zuvor nicht zum Anhalten bewegen können, teilte die Polizei mit.

Der Geisterfahrer kam direkt an der Sperre vor einem Polizeiauto zum Stehen. Die Beamten hatten sich hinter der Leitplanke in Sicherheit gebracht. Den Mann erwartet ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und Trunkenheit im Straßenverkehr. Autofahrer hatten per Notruf auf den Falschfahrer aufmerksam gemacht.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen