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Trotz umfangreicher Verschleierungsmaßnahmen konnte das LKA den Verdächtigen aufspüren.
Trotz umfangreicher Verschleierungsmaßnahmen konnte das LKA den Verdächtigen aufspüren.(Foto: picture alliance / dpa)

Online-Angriffe aus der Ukraine: Polizei schnappt Cyber-Erpresser

Deutsche Ermittler spüren einen Kriminellen in Kiew auf. Über mehrere Stunden hinweg verübt der 28-Jährige Angriffe auf Onlineshops - für deren Einstellung er im Gegenzug Geld fordert. Den Betreibern ensteht ein Schaden in siebenstelliger Höhe.

Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) haben mit Unterstützung der ukrainischen Cybercrime-Dienststelle einen 28-jährigen Deutschen in Kiew festgenommen. Der mutmaßliche Cyber-Erpresser soll mindestens 15 Angriffe auf Internetseiten von Online-Shops unternommen haben, wie das LKA in Düsseldorf mitteilte. Die Seiten der Shops waren demnach über mehrere Stunden attackiert worden und für die Kunden nicht mehr erreichbar.

Der Festgenommene soll dann die betroffenen Firmen erpresst haben, indem er für die Einstellung der Angriffe Geld forderte. Allein die Umsatzeinbußen beliefen sich nach Angaben der Shops auf eine siebenstellige Summe.

Experten des Cybercrime-Kompetenzzentrums im Düsseldorfer LKA gelang es den Angaben zufolge, den 28-Jährigen trotz umfangreicher Verschleierungsmaßnahmen in der Ukraine aufzuspüren und gemeinsam mit örtlichen Polizeibeamten festzunehmen.

Gegen den Mann liegen laut LKA bereits drei Haftbefehle wegen gewerbsmäßiger Erpressung und Computersabotage, Warenbestellbetrügereien und einfachen Betruges vor. Die Staatsanwaltschaft Köln beantragte die Auslieferung des mutmaßlichen Täters nach Deutschland.

Quelle: n-tv.de

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