Panorama

Felsbilder herausgesägt: Polizei setzt Belohnungen aus

Nach dem Diebstahl jahrtausendealter Felsbilder in der kalifornischen Wüste und der Beschädigung weiterer Ureinwohner-Kunstwerke haben Archäologen in den USA eine Belohnung auf Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Die mit Kreissägen aus dem Fels herausgetrennten Kunstwerke seien ein unersetzbarer Teil des kulturellen Erbes der USA, erklärte die zuständige Behörde. Die nun beschädigte Fundstätte sei ein einmaliges Beispiel für die Kunst der Ureinwohner in der Great Basin-Region.

Die vor 3500 Jahren in den Fels geritzten Petroglyphen mit Tier- und Jägerdarstellungen hatten über Jahrtausende Wind, Überschwemmungen und Erdbeben getrotzt, bis unbekannte Täter sie in wenigen Stunden zerstörten. Vier Felsbilder wurden gestohlen, ein weiteres zerbrach und wurde von den Tätern in der Nähe eines Parkplatzes in der Eastern Sierra-Wüste zurückgelassen. Dutzende weitere Felsbilder wurden mit Hammerschlägen und Sägen beschädigt. Die gestohlenen Felsstücke befanden sich mehrere Meter hoch über dem Boden, so dass die Diebe Leitern und Generatoren für ihre Elektrosägen einsetzen mussten.

Das Fundgebiet Volcanic Tableland gilt den Indianern vom Stamm der Paiute-Shoshone als heiliges Gebiet. Sie habe die Stammesführer über den Diebstahl informiert, sagte Bernadette Lovato vom Bureau of Land Management. "Es war der schlimmste Telefonanruf, den ich je machen musste." Auf Hinweise auf die Täter wurde eine Belohnung in Höhe von 1000 Dollar (knapp 800 Euro) ausgesetzt. Die Behörden verstärkten den Schutz für die Fundstätte.

Quelle: n-tv.de

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