Panorama

Gewaltverbrechen möglichPolizei sucht Zehnjährigen

05.09.2010, 17:20 Uhr

Die Polizei sucht in Nordrhein-Westfalen mit Hochdruck nach einem vermissten Jungen. Der zehnjährige Mirko wird seit Freitag vermisst. Sein Fahrrad fanden die Ermittler auf dem üblichen Heimweg. Ein Verbrechen schließen die Beamten nicht aus.

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Rund 300 Beamte sind im Einsatz. (Foto: dpa)

Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach einem vermissten Jungen im niederrheinischen Grefrath. Der zehnjährige Mirko werde seit Freitag vermisst, teilte ein Sprecher mit. Die Polizei fand das Fahrrad des Jungen auf dem Heimweg. Von Mirko selbst gebe es keine Spur. Die Beamten schließen ein Verbrechen nicht aus.

300 Einsatzkräfte suchen nach dem Kind. Polizeihunde und ein Hubschrauber waren im Einsatz; die Feuerwehr suchte per Schlauchboot in dem kleinen Flüsschen Niers. Die Eltern des Jungen werden psychologisch betreut.

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Der zehnjährige Mirko wird seit Freitag vermisst. (Foto: picture alliance / dpa)

Fährtensuchhunde nahmen die Spur des Jungen auf. Sie führte rund zehn Kilometer nördlich über Grefrath hinaus und verlor sich nach Angaben der Polizei in Wachtendonk Vorst. Die Suchmaßnahmen werden in diese Richtung ausgeweitet.

Polizei tappt im Dunkeln

Der Junge war mit einem Freund bis abends auf der Skaterbahn am Schulzentrum in Grefrath-Oedt, das etwa vier Kilometer von seinem Zuhause entfernt liegt. Gegen Abend habe er seinen Freund nach Hause gebracht. Da es schon dunkel war, sorgte sich die Mutter und rief ihn an. "Sie hat gesagt, dass er sofort nach Hause kommen soll", sagte Polizeisprecher Willi Theveßen. Der Junge fuhr mit seinem Fahrrad sofort los, kam aber nicht zu Hause an.

Das Fahrrad fand die Polizei auf dem für den Jungen üblichen Heimweg: Ein Wander- und Fahrradweg in einem Erholungsgebiet an dem Flüsschen Niers. Laut Polizei liegt die Niers in einer Landschaft mit Wald und Wiesen. Kurz hinter der Ortschaft Oedt hätten Zeugen den Jungen noch gesehen. Die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus. "Wir haben überhaupt keine Hinweise, dass er woanders hinwollte", sagte Theveßen.

Quelle: dpa