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Die kolumbianische Polizei ermittelte zuletzt verstärkt gegen das Kartell.
Die kolumbianische Polizei ermittelte zuletzt verstärkt gegen das Kartell.(Foto: picture alliance / dpa)

Razzia bei mächtigem Kartell: Polizei tötet kolumbianischen Drogenboss

Der Anführer eines mächtigen Drogenkartells Kolumbiens stirbt bei einer Razzia der Polizei. Die Beamten spüren Rubén Darío Ávila alias Lorenzo auf einer Farm auf und stürmen das Anwesen. Der Clan Úsuga profitiert vom Kokain-Schmuggel in die USA.

Bei einer Razzia hat die kolumbianische Polizei nach eigenen Angaben einen Anführer des mächtigen Drogenkartells Clan Úsuga - auch als Los Urabeños bekannt - getötet. Wie am Samstag offiziell mitgeteilt wurde, starb Rubén Darío Ávila alias Lorenzo am Vortag bei einem Einsatz auf einer Farm in der Gemeinde Arboletes in der nordwestlichen Provinz Antioquia. Nach dem Drogenboss war demnach unter anderem wegen mehrfachen Mordes gefahndet worden.

Die Drogengang war im Jahr 2000 nach der Auflösung der 32.000 Mann starken paramilitärischen Gruppen in Kolumbien auf den Plan getreten. In dem lateinamerikanischen Land liefern sich Armee, linke und rechte Guerillagruppen sowie Paramilitärs seit fünf Jahrzehnten einen blutigen Konflikt. Hunderttausende Menschen wurden getötet. Alle Gruppen sind direkt oder indirekt am Drogenhandel beteiligt.

Die Fahnder hatten ihre Ermittlungen gegen die Gruppe in der jüngeren Vergangenheit intensiviert. Im April vergangenen Jahres wurden mehr als 70 Mitglieder des Clans Úsuga festgenommen. Im Februar lieferte Kolumbien zwei führende Mitglieder der Gang an die USA aus, wo ihnen der Prozess gemacht werden soll. Der Clan Úsuga wird vor allem für den Schmuggel großer Mengen Kokains in die USA verantwortlich gemacht. Er gilt mit 1200 Mitgliedern als größte paramilitärische Gruppe Kolumbiens.

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Quelle: n-tv.de

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