Panorama

Kuriose Ideen aus RusslandPolizisten malen Ponys an

05.09.2010, 14:44 Uhr

Schon mal einen Zebrastreifen übersehen? In Moskau kommt das häufig vor. Deswegen startet die Polizei die "Aktion Zebrastreifen" - und zieht damit den Zorn der Tierschützer auf sich. Der russische Finanzminister hat indessen eine ganz einfache Lösung für ein komplexes Problem gefunden.

Schon mal einen Zebrastreifen übersehen? In Moskau kommt das häufig vor. Deswegen hat die Polizei die "Aktion Zebrastreifen" gestartet - und damit den Zorn der Tierschützer auf sich gezogen. Der russische Finanzminister hat indessen eine ganz einfache Lösung gefunden, um die Staatskasse aufzubessern.

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Während Polizisten Ponys umgestalten, ließen Geschäftsleute einen Esel an einem Fallschirm aufsteigen. (Foto: REUTERS)

Die Moskauer Verkehrspolizei hat Ponys als Zebras angestrichen und damit den Protest von Tierschützern auf sich gezogen. Mit der "Aktion Zebrastreifen" wollte die Polizei Autofahrer für Fußgängerüberwege sensibilisieren, die in der russischen Hauptstadt immer wieder ignoriert werden. Das meldete die Agentur Interfax. Dies sei ein neuer Beweis für den respektlosen Umgang mit Tieren in Russland, schimpfte aber die Tierschützerin Irina Nowoschilowa. Geschäftsleute hatten erst vor kurzem einen Esel an einem Fallschirm aufsteigen lassen. Wegen der laxen Tierschutzgesetze in Russland wurden die Männer nicht bestraft.

Goodbye, Johnny

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So sieht er wirklich aus: Johnny Halliday. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Eine massive Holzstatue mit den Zügen von Frankreichs Altrocker Johnny Halliday hat die Bewohner einer französischen Kleinstadt in Rage gebracht. Die Mehrheit der 7000 Einwohner von Verneuil-sur-Avre empfand die 4,30 Meter hohe Statue vor der Kirche des Ortes "entwürdigend". Zudem ähnle das vor zwei Jahren bei einem Festival naiver Kunst errichtete Standbild nicht einmal dem Sänger. Die Stadtväter ließen das Werk nun versteigern, berichtete die Zeitung "Parisien".

Nach einer Bieterschlacht von 1000 Interessierten aus Frankreich, Deutschland, Belgien und Großbritannien erstand ein Campingplatz- Besitzer aus Cherbourg das umstrittene Werk für 8200 Euro. Es soll nun auf Ausstellungen zu besichtigen sein.

Liebesbriefe nach 66 Jahren aufgetaucht

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Fast genauso alt: ein Liebesbrief von Edith Piaf an einen griechischen Schauspieler. (Foto: REUTERS)

Mehr als 66 Jahre nach dem Kennenlernen hat ein Ehepaar in Großbritannien seine längst verschollen geglaubten Liebesbriefe zurückbekommen. Die heute 81 Jahre alte Winnie und ihre große Liebe Eric Pashley, heute 82, hatten sich während des Zweiten Weltkriegs kennengelernt und verliebt. Damals arbeiteten beide auf einem Landgut in der Grafschaft Nottinghamshire - er als Gärtner, sie als Hausmädchen. Die Briefe sammelte Eric in einer Senfdose, die er im Gartenhaus aufbewahrte. Als er als Soldat zum Einsatz nach Deutschland musste, vergaß er die Briefe.

Aus dem Herrenhaus ist mittlerweile ein Hotel geworden. Vor rund einem Monat fand eine Angestellte die Dose in der Hütte - und entdeckte die Briefe, die meistens mit einer langen Zeile mit dem Wort "Kuss" endeten. Das Management machte sich auf die Suche nach dem Paar und fand es. Die zwei wurden zu einem Luxuswochenende in dem Hotel eingeladen, die Briefe wurden ihnen feierlich übergeben. Die Pashleys sind seit 61 Jahren verheiratet und haben heute fünf Kinder, elf Enkelkinder und fünf Urenkel.

Trinken und Rauchen für den Staat

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So kann man dem Staat helfen, findet Russlands Finanzminister Kudrin. (Foto: REUTERS)

Der russische Finanzminister Alexej Kudrin hat ein einfaches Rezept zur Aufbesserung der Staatsfinanzen: Er rief seine Landsleute zum Rauchen und Trinken auf, um so die Steuereinnahmen zu erhöhen. "Damit die Leute es verstehen: Wer Wodka trinkt und raucht, hilft dem Staat." Indem jemand eine Packung Zigaretten rauche, trage er finanziell dazu bei, soziale Probleme zu lösen, führte Kudrin nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax aus. In Russland sterben jedes Jahr Experten zufolge eine halbe Million Menschen am übermäßigen Genuss von Wodka und anderen Alkoholika.

Schnee im August

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Ganz so schlimm war's noch nicht. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Sommer ist noch nicht zu Ende, doch am Montagmorgen haben sich auf dem Feldberg im Schwarzwald die ersten Schneeflocken unter den Regen gemischt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Stuttgart kommt dies etwa alle acht Jahre auf dem höchsten Berg im Schwarzwald vor. Die Temperatur sank am frühen Morgen auf der Wetterwarte auf dem Feldberg auf etwa ein Grad Celsius. Für richtige Winterfreuden hat es aber nicht gereicht. Die wenigen Schneeflocken tauten auf dem warmen Boden sofort wieder.

Quelle: kse/AFP/dpa