Panorama

Amoklauf von Fort HoodPsychiater muss vor Militärgericht

10.11.2009, 07:29 Uhr

Warum der US-Psychiater Hasan auf dem Militärstützpunkt Fort Hood Amok lief, ist noch immer unklar. Er soll jedoch unter hohem psychischen Druck gestanden haben. Für seine Tat wird er vor ein Militärgericht gestellt.

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Hasan sollte nach Afghanistan versetzt werden. (Foto: AP)

Der Militärpsychiater, der am vergangenen Donnerstag bei einem Amoklauf auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen tötete, wird sich für seine Tat vor einem Militärgericht verantworten müssen. Das entschieden laut US-Medienberichten das Verteidigungs- und das Justizministerium.

Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Psychiater, Major Nidal Malik Hasan, Komplizen gehabt habe oder Teil einer größeren terroristischen Verschwörung gewesen sei. Hasan hatte bei seinem Amoklauf auch 43 Menschen verletzt. Über das Tatmotiv herrscht weiter Unklarheit.

Fünf Tage nach dem Amoklauf in Texas findet heute eine Trauerfeier für die 13 Todesopfer statt. Dazu werden auch Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle auf dem Stützpunkt erwartet. Obama hatte eine entschlossene Aufklärung der Hintergründe der Tat versprochen. Dem US-Fernsehsender ABC sagte Obama, seine Regierung werde außerdem "alle notwendigen Schritte" unternehmen, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederhole. Wegen der Trauerfeierlichkeiten hat Obama eigens seinen Abflug nach Asien verschoben.

Enormer psychischer Druck

Namentlich nicht genannte Ermittlungsbeamte bestätigten allerdings der "New York Times" zufolge, dass der 39-jährige Hasan unter enormem psychischen Druck gestanden habe und sich dabei extremen religiösen Positionen angenähert habe. Hasan stand kurz vor einem Einsatz in Afghanistan.

Unterdessen kam Hasan im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein und ist wieder ansprechbar. Das bestätigte der Kommandeur des US-Stützpunkts, Bob Cone. Ob er inzwischen Angaben zum Motiv seiner Tat machte, sagte der General aber nicht. Hasan war vor seiner Festnahme selbst angeschossen worden.

Quelle: dpa/AFP