Panorama

Ein Kuss mit Folgen: Python rächt sich an aufdringlicher Touristin

Eigentlich will sie nur für ein Foto posieren. Doch als eine Chinesin dafür einen Python küssen möchte, macht die Schlange klar, dass ihr das überhaupt nicht gefällt. Sie tut das auf Schlangenart. Ein Video auf Youtube zeigt den Vorfall.

Es soll der touristische Höhepunkt ihrer Thailandreise werden. Bei einer Schlangenshow will eine junge Frau deshalb ein unvergessliches Foto für ihr Urlaubsalbum schießen. Doch leider spielt der auserwählte Python nicht mit. Auf Youtube taucht ein Video des Zwischenfalls vom Wochenende auf.

Es zeigt zwei Männer, wie sie eine Schlange halten. Eine junge Frau mit dunklen langen Haaren und Rucksack beugt sich über sie, um das Tier zu küssen. Als sich die meterlange Schlange in der Nase der Chinesin festbeißt, hört man im Hintergrund die restlichen Zuschauer entsetzt schreien. Der Trainer brauchte einige Sekunden, um die Nase der Frau aus den Fängen zu befreien.

Die lokalen Phuket News identifizieren die junge Touristin als die 29-jährige Jin Jing. Der Vorfall ereignete sich demnach am vergangenen Samstag gegen Mittag in einem "Animal Park" in der Nähe des Zoos in Phuket auf Soi Palai in Chalong. Die Frau sei danach in das Phuket International Hospital gebracht und dort behandelt worden.

Nur gucken, nicht mehr anfassen

Ihre Nase musste mit fünf Stichen genäht werden, wie eine Sprecherin des Showveranstalters sagte. Kurz danach konnte sie bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Auf Social Media und in thailändischen Medien kurisert ein Foto der jungen Frau und ihrer Verletzung. Ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Frau bestand zu keinem Zeitpunkt, denn Pythonschlangen sind nicht giftig. Die Chinesin bekommt dennoch Schmerzensgeld in Höhe von 135.000 Baht - rund 4000 Euro.

Schlangenshows wie diese auf der Ferieninsel Phuket sind bei Touristen populär. Besucher werden meist eingeladen, die Tiere zu halten und Fotos zu machen. Die Show auf Phuket veranstaltete ein Institut, das Schlangen erforscht. Es finanziert seine Arbeit teilweise mit solchen Shows. "Um ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden, werden wir es künftig nicht mehr zulassen, dass Touristen die Tiere berühren", sagte eine Institutssprecherin.

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Quelle: n-tv.de

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