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Jensen muss nun ziemlich heftigen Spott ertragen.
Jensen muss nun ziemlich heftigen Spott ertragen.(Foto: AP)
Mittwoch, 09. August 2017

Dringendes Geschäft: Räuber hinterlässt eindeutiges DNA-Material

Verbrecher sind schon dank winziger Hautschuppen oder Speicheltröpfchen überführt worden. In den USA gibt es nun einen Ermittlungserfolg, weil ein Einbrecher ein dringendes Bedürfnis nicht aufschieben konnte.

Die kalifornische Polizei hat einen Räuber mit ungewöhnlichem DNA-Material überführt. Normalerweise werden Haare gefunden, Speichel, Hautschuppen oder auch Sperma. Die darin enthaltene Erbinformation wird dann mit der von Verdächtigen oder mit einschlägigen Datenbanken abgeglichen.

Nach einem Einbruch in der kalifornischen Stadt Thousand Oaks wurden die Beamten jedoch an einem unerwarteten Ort fündig: in der Toilette. Zunächst hieß es, man habe Material sichergestellt, das möglicherweise DNA des mutmaßlichen Täters enthält. Später wurde die Polizei konkreter: Der Einbrecher habe "sein Geschäft verrichtet und nicht gespült", sagte Detective Tim Lohman US-Medien über den Ermittlungserfolg.

Die Beamten nahmen Proben von diesem "Geschäft" und testeten sie auf DNA. Zwar enthält Kot selbst keine menschliche DNA, allerdings werden auch immer einige Hautzellen mit ausgeschieden. Der Abgleich mit der Datenbank führte die Polizei dann zu Andrew David Jensen, der daraufhin in der nahegelegenen Stadt Ventura wegen Einbruchs verhaftet wurde.

Detective Lohman zufolge ist es das erste Mal, dass ein Täter auf diese Weise überführt wurde. Was Jensen bei seinem Einbruch erbeutete, ist nicht bekannt. Ihm droht jedoch eine harte Strafe. Im Internet wurde indes vor allem diskutiert, das er sich bei seinem Coup nicht besonders schlau angestellt habe. Einige User bemerkten schadenfroh, dass der Einbrecher besser daran getan hätte, nach dem Toilettengang zu spülen. So wie es jeder eigentlich schon in der Kindheit lerne.

Quelle: n-tv.de

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