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Unwetterfront zieht übers Land: Regionalbahn fährt in Gerölllawine

Während in einigen Regionen die Thermometer nochmals sommerliche Werte anzeigen, breiten sich andernorts bereits die angekündigten Unwetter aus. Betroffen von Sturm, Hagel und Regen sind vor allem der Süden und die Mitte Deutschlands.

Nach der Hitze kommen die Unwetter: Kurz vorm Wochenende ist das sommerliche Wetter vor allem Süden und in der Mitte Deutschlands teils abrupt zu Ende gegangen. Vielerorts zogen kräftige Regenschauer, Hagel und teils stürmische Böen über das Land. Heftige Unwetter haben in erster Linie Teile Thüringens und Bayerns heimgesucht. In Thüringen fuhr bei Stadtroda am Abend ein Regionalzug in eine Geröll- und Schlammlawine. Diese war nach einem Unwetter auf die Gleise gerutscht, wie eine Bahnsprecherin sagte. Laut Polizei wurden sieben Menschen leicht verletzt. Der Regionalexpress RE 1 war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs.

In der bayerischen Landeshauptstadt München waren die Straßen kurzzeitig weiß von Hagel, Regenrinnen liefen über. In Südbayern lösten heftige Hagelschauer und mächtige Windböen die zuvor laue Witterung ab. Auch in anderen Regionen Oberbayerns und Niederbayerns, aber auch in Oberfranken hatten die Einsatzkräfte reichlich zu tun. In München blieb es bei meist kleineren Schäden. Keller liefen voll, Gerüste mussten gesichert werden. Die Hagelkörner seien bis zu drei Zentimeter groß gewesen, hieß es.

In Thüringen maßen Meteorologen laut MDR vereinzelte Regenmengen von bis zu 33 Liter pro Quadratmeter - In Jena fiel diese Menge in nur einer Stunde. Unwetter gab es dabei vor allem in Ostthüringen. Ein Sprecher des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt sagte, dass die Notrufe im Minutentakt eingegangen seien. Auch hier hatten die Einsatzkräfte zumeist mit überfluteten Straßen und Keller zu tun.

In Rudolstadt stürzten dem Bericht zufolge Äste auf parkende Autos. Die Feuerwehr im Stadtteil Pflanzwirbach sprach von bis zu 70 Zentimeter Wasserstand. In Stadtroda stand ein Platz in der Stadt unter Wasser. In Sachsen-Anhalt hieß es laut dem Sender in Gleina im Burgenlandkreis zeitweise "Land unter!".

Für mehrere Regionen in der Mitte Deutschlands hat der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen herausgegeben. Laut Bahn verspäten sich wegen der Unwetter in Mitteldeutschland mehrere Züge. Auch regional in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern oder auch dem Osten Niedersachsens gab es viel Regen, wie der Deutsche Wetterdienst am Abend berichtete. Mitunter seien bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, auch Hagel. Zudem seien Sturmböen registriert worden.

Quelle: n-tv.de

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