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Naturspektakel in Frankreich: Rekord-Springflut fasziniert Tausende

Am Mont-Saint-Michel, einem Klosterberg an Frankreichs Küste, kommt es alle 18 Jahre zu einer spektakulären Springflut. Die Gezeiten sind so stark, dass der Berg zur Insel wird. Eine seltene Himmelskonstellation ist für das Spektakel verantwortlich.

Die Flut am berühmten französischen Klosterberg Mont-Saint-Michel hat Zehntausenden Schaulustigen den erwarteten Höchststand beschert. Die Flut, durch die die Weltkulturerbestätte zum zweiten Mal zur Insel wurde, erreichte einen Gezeitenkoeffizienten von 119. Das ist nach Angaben von Experten des französischen ozeanographischen Instituts Shom der höchste Wert, der je erreicht wurde.

Der Gezeitenkoeffizient beschreibt auf einer Skala von 20 bis 120 das Ausmaß einer Flut. Die Bezeichnung Jahrhunderflut ist allerdings etwas übertrieben - denn tatsächlich gibt es vergleichbare Fluten am Mont-Saint-Michel alle 18 Jahre, zuletzt 1997, das nächste Mal 2033.

Ursache für die Springflut, die sich an Küstenlinien rund um den Globus bemerkbar macht, ist eine besondere Himmelskonstellation. Alle 18 Jahre stehen Sonne, Mond und Erde so in einer Linie und in einem bestimmten Abstand zueinander, dass die Gezeitenkräfte besonders stark ausfallen. Vor allem am Klosterberg Mont Saint-Michel ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut mit 14, 5 m sehr groß. Die seltene Konstellation der drei Himmelskörper hat auch zu der Sonnenfinsternis in der vergangenen Woche geführt.

Für eine Stunde war der Klosterberg eine Insel

Am Samstagabend versammelten sich etwa 30.000 Menschen, um das Naturspektakel zu genießen. Etwa gegen 19.30 Uhr hatte das Meer die Insel komplett umschlossen. Etwa eine halbe Stunde später erreichte die Flut ihren Höhepunkt. Für etwa eine Stunde war der Zugang zur Insel vom Wasser versperrt. Auf der Zufahrtstraße, die vom Festland erst über einen Damm und dann über eine Stelzenbrücke auf den Mont-Saint-Michel führt, drängten sich die Menschen, wie ein AFP-Reporter berichtete. 

Die Schaulustigen waren begeistert: Dutzende Handys und Fotokameras wurden in die Höhe gereckt, um Aufnahmen von der vom Wasser umgebenen Insel zu machen. Dutzende blaue und weiße Scheinwerfer waren für die Jahrhundertflut an der auf die Insel führende Brücke angebracht, der Mont-Saint-Michel war hell erleuchtet.

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Quelle: n-tv.de

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