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Verdächtige Goldbären: Welche Konsequenzen die Erpressung für den Dortmunder haben wird, ist noch unklar.
Verdächtige Goldbären: Welche Konsequenzen die Erpressung für den Dortmunder haben wird, ist noch unklar.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 17. Februar 2017

Drohbrief per Einschreiben: Rentner missglückt Haribo-Erpressung

Geldnot macht erfinderisch: Mit vergiftetem Weingummi will sich ein 74-Jähriger ihn aus der Finanzklemme retten. Doch statt satten Goldregen zu ernten, geht er selbst Betrügern auf den Leim.

Ein Rentner aus Dortmund soll die Unternehmen Haribo und Kaufland erpresst haben. "Es gibt ein entsprechendes Ermittlungsverfahren", sagte ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft. Details wollte er nicht nennen. Einem Bericht des WDR zufolge soll der 74-Jährige im vergangenen Dezember gedroht haben, Süßigkeiten mit Zyanid zu vergiften, wenn die Unternehmen ihm nicht eine Million Euro zahlten.

"Haribo hat zu jeder Zeit mit den zuständigen Ermittlungsbehörden kooperiert", teilte ein Sprecher von Haribo in Bonn mit. "Wie uns auch die Polizei bestätigt hat, bestand zu keiner Zeit Gefahr für unsere Verbraucher." Das bestätigte auch der Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft: Die Ermittler gingen davon aus, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für Kunden oder Öffentlichkeit bestanden habe.

Nach Recherchen des WDR hat der 74-Jährige auf jeweils zwei Produkte der Unternehmen den Warnhinweis "Vorsicht Gift" geklebt und sie in Läden ausgelegt. Zu dieser Zeit sei ihm aber schon die Polizei auf der Spur gewesen. Der Mann habe das Gift Zyanid im Darknet bestellt und auch bezahlt - erhalten habe er es allerdings nicht.

Seine Forderungen habe er zunächst per Einschreiben geschickt, später soll er per E-Mail nachgelegt haben. Beides konnte die Polizei zurückverfolgen. An Heiligabend nahm die Polizei den Rentner fest. Als Motiv soll er Geldnot angegeben haben. "Ob und wann wir Anklage erheben, ist noch unklar", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mann sei nach einer Haftbeschwerde vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden.

Quelle: n-tv.de

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