Gebäude-Einsturz in RioRetter geben Hoffnung auf

Nach dem Einsturz dreier Häuser im Zentrum Rio de Janeiros gibt es kaum noch Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern zu finden. Die Rettungsmannschaften bergen bislang elf Todesopfer aus den Geröll- und Schuttmassen.
Nach dem plötzlichen Einsturz von drei Gebäuden im historischen Zentrum von Rio de Janeiro haben die Rettungsteams die Hoffnung auf den Fund von Überlebenden aufgegeben. "Wir glauben leider nicht mehr an Überlebende", sagte Oberst Sergio Simoes vom Zivilschutz. Nach dem Fund von sieben weiteren Leichen stieg die Opferzahl auf elf Tote, während 15 Menschen weiterhin vermisst wurden.
Die rund 390 eingesetzten Rettungskräfte versuchten weiter mit schwerem Gerät und Hunden, unter den Trümmern Verschüttete zu finden. Der Einsatz soll spätestens am Samstag beendet werden. Über den Trümmern der Gebäude, die am Mittwoch fast zeitgleich in sich zusammengestürzt waren, hing Rauch von einem weiter schwelenden Feuer. Zwölf der Vermissten wurden in einem Klassenzimmer im sechsten Stock vermutet, in dem eine Computerfirma einen Trainingskurs abgehalten hatte.
Bei den Ermittlungen zur Unglücksursache tappten die brasilianischen Behörden noch weitgehend im Dunkeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Unglück eine Explosion vorausgegangen sei, tendiere aber gegen null, sagte Bürgermeister Eduardo Paes. In dem größten der drei Gebäude, einem 20-stöckigen Hochhaus mit zahlreichen Anwaltskanzleien, seien Sanierungsarbeiten im Gange gewesen, sagte Paes. Es sei vermutlich wegen Strukturschwäche zusammengesackt und habe die beiden umliegenden Häuser mit zehn und vier Stockwerken mitgerissen.
Ein Polizeisprecher hatte kurz nach dem Unglück von "illegalen Bauarbeiten" gesprochen. Um die Einsturzursache zu klären, sollen die Schuttmassen der Häuser untersucht werden. Dazu wurden nach Angaben des Bürgermeisters bereits 1500 Tonnen Trümmer aus dem Zentrum abtransportiert. Er ordnete eine dreitägige Trauer an..