Panorama

Kein Rekord und viel zu kaltRheinschwimmer fährt jetzt Kajak

13.05.2012, 11:48 Uhr
rhein
In Eiseskälte ging es los, nun sitzt er im Boot: der Schweizer Wasserbotschafter Ernst Bromeis. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Schweizer Wasserbotschafter, der seit dem 2. Mai den Rhein entlangschwimmt, muss zwangsläufig ins Paddelboot steigen. Es ist zu kalt. Anders als von den Sponsoren erklärt, ist er auch nicht der erste Mensch, der den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmt.

Wegen des Kälteeinbruchs hat der Schweizer "Wasserbotschafter" Ernst Bromeis seinen Plan geändert, den gesamten Rhein zu durchschwimmen, und ist mehrfach aufs Kajak umgestiegen. Vor der Schwimmetappe vom badischen Bad Säckingen zur Schweizer Rheinmetropole Basel legte der 43-Jährige längere Strecken im Paddelboot zurück.

Derweil wurde bekannt, dass Bromeis - anders als zuvor von Sponsoren erklärt - wohl nicht der erste Mensch ist, der den gesamten Rhein durchschwimmt. 43 Jahre vor ihm hat das nach eigenen Angaben sowie Medienberichten von 1969 der Deutsche Klaus Pechstein geschafft. Der gelernte Silberschmied ist inzwischen 71 Jahre alt und lebt in Linz am Rhein (Rheinland-Pfalz).

Botschaft wichtiger als Rekord

"Ich wusste das nicht, aber ich freue mich für Herrn Pechstein und ich möchte ihn sehr gern kennenlernen", sagte Bromeis. Pechstein sagte, er wünsche dem Schweizer alles Gute und würde sich über ein Treffen freuen. In der Schweizer Tourismuswerbung hieß es bislang, Bromeis würde die Strecke von der Rheinquelle bis zur Mündung "als erster Mensch überhaupt" durchschwimmen.

Ihm sei es nie um Rekorde, sondern "um meine Botschaft" gegangen, sagte der Naturfreund aus dem Bergkanton Graubünden. Er will mit seiner in den Medien stark beachteten Aktion "Das blaue Wunder Rhein" darauf aufmerksam machen, dass "Wasser verletzlich, sogar zerstörbar, und doch unverzichtbarer Quell unseres Lebens ist." Am Montag wird Bromeis, der am 2. Mai im Gebiet der Rheinquelle in den Bündner Alpen gestartet war, in Breisach (Baden-Württemberg) erwartet.

Quelle: ntv.de