Panorama

Ein Toter, mehrere Verletzte: Rocker stechen aufeinander ein

In Esslingen liefern sich Mitglieder rivalisierender Rocker-Gangs einen wüsten Kampf. Mit Stöcken und Messern gehen sie vor, fügen einander ernste Verletzungen zu. Einer der jungen Männer bezahlt den Streit mit dem Leben. In Berlin wird die Polizei dagegen präventiv tätig.

Motorrad-Rocker werden immer intensiver von der Polizei kontrolliert.
Motorrad-Rocker werden immer intensiver von der Polizei kontrolliert.(Foto: picture alliance / dpa)

Bei einer Messerstecherei zweier verfeindeter Rockerbanden mit rund 30 Beteiligten ist in der Nacht in Esslingen ein 22-Jähriger ums Leben gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Die Männer gingen mit Messern und Schlagwerkzeugen aufeinander los. Dabei wurden fünf Menschen im Alter von 17 bis 20 Jahren leicht und ein 21-Jähriger schwer verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser. Für den 22-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei handelte es sich bei der überfallenen Gruppe größtenteils um Mitglieder der Black Jackets, unter den Angreifern waren die meisten Angehörige der Red Legions. Die beiden Gruppierungen liegen in der Stadt seit langem im Clinch. Die Polizei richtete eine Sonderkommission mit 35 Kräften ein.

In Berlin hat die Polizei derweil den Druck auf die Rocker-Szene weiter verstärkt. Bei der intensiven Kontrolle eines Treffens der Hells Angels gab es nach Angaben der Polizei jedoch "keine nennenswerten Ereignisse". Mehr als 500 Polizisten waren mehrere Stunden im Einsatz.

Die Polizei hatte bis zu 600 Rocker aus ganz Deutschland und dem skandinavischen Raum erwartet, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben vom Samstag wurden 259 Personen überprüft. Eine Eisenstange und ein Hammer wurden sichergestellt, hieß es in der Bilanz.

Quelle: n-tv.de

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