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"Dass wir das miterleben dürfen!": Rom begrüßt neuen Bischof

Die katholische Kirche hat einen Papst und Rom hat einen Bischof. Auf dem Petersplatz treffen Katholiken aus Rom mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um das Ereignis gemeinsam zu feiern. Gegenseitig reißen sie sich in ihrer Euphorie mit.

Als kurz nach 19 Uhr der weiße Rauch aufsteigt, gibt es für Zehntausende Menschen kein Halten mehr. Sie strömen begleitet vom Glockengeläut im Laufschritt zum Petersplatz, um den neuen Papst zu begrüßen. "Die Leute haben alles stehen und liegen gelassen und sind losgelaufen", berichtet eine Frau aus Linz, die sich ebenfalls sofort auf den Weg zum Vatikan machte, wo die Menschenmenge dem frisch gekürten Papst zujubelte.

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Tausende Menschen harrten trotz nasskalten Wetters stundenlang auf dem Petersplatz aus, um das abendliche Rauchzeichen nicht zu verpassen. Als dann Rauchwolken aufsteigen, brandet lauter Jubel auf. In dicken Schwaden quillt der weiße Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle ­– die katholische Kirche hat einen neuen Papst. Zum Zeichen der Freude läuten die Glocken des Petersdomes. "Viva il Papa" schallt es über den Petersplatz.

Die Menschen schwenken Fahnen, hüpfen wie Kinder auf und ab, singen und lachen. "Großartig", "fantastisch", "ein historischer Moment", ertönt es in vielen Sprachen. "Wir freuen uns riesig, dass wir das miterleben dürfen", sagt eine Touristin aus Stuttgart. "Wie diese Menschenmenge gerade gejubelt hat, das war echt fantastisch. Das reißt richtig mit."

Viele Pilger auf dem Platz dachten zunächst, der Rauch sei schwarz und waren enttäuscht. "Dann qualmte es doch weiß und dann ging hier ein Jubel los, unglaublich", sagt ein Mann aus Karlsruhe. Hunderte schwenken ihre Kameras vom bisherigen Hauptmotiv, dem Schornstein der Sistina, zur Mittelloggia des illuminierten Petersdomes, wo der neue Papst Franziskus I. das erste Mal vor die jubelnden Menschen tritt.

"Für Rom ist das eine großartige Nachricht", freut sich der Bürgermeister der Ewigen Stadt, Gianni Alemanno, auf dem Petersplatz. "Die Tatsache, dass das Konklave so kurz war, ist ein Zeichen der Hoffnung für alle", so Alemanno.

Der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio war beim letzten Konklave 2005 noch der stärkste Kontrahent Joseph Ratzingers und als "Nummer zwei" ausgeschieden. Nun verfolgte der emeritierte Papst Benedikt XVI. am Fernsehen im nahen Castel Gandolfo das Geschehen. Ratzinger war am 28. Februar als Papst zurückgetreten.

Quelle: n-tv.de

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