Im Sperrgebiet um TschernobylRussische Wanderer festgesetzt

Vor 25 Jahren ereignete sich in Tschernobyl ein gigantischer Atomunfall. Nach einem Vierteljahrhundert zieht der verstrahlte Landstrich vor allem Katastrophentouristen an. Weil der Besucherverkehr gerade gerichtlich überprüft wird, machen sich vier Russen strafbar.
Die ukrainische Polizei hat in der Sperrzone um den Unglücksreaktor Tschernobyl vier russische Wanderer aufgegriffen. Die jungen Männer aus Moskau waren bereits seit zwei Tagen in dem verseuchten Gebiet unterwegs, als sie entdeckt wurden, wie die Polizei mitteilte.
Einer der Wanderer hatte die Sperrzone demnach bereits bei einer geführten Tour für Touristen besucht, nun wollte er sie mit seinen Freunden auf eigene Faust erkunden. Die vier Männer im Alter zwischen 25 und 36 Jahren, die laut Polizei Lebensmittel und Wasser dabei hatten, mussten eine Geldstrafe von umgerechnet 130 Euro zahlen und müssen auch mit strafrechtlichen Ermittlungen rechnen.
Durch die Atomkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wurden weite Gebiete der Ukraine, Russlands und Weißrusslands verseucht. Die Strahlung breitete sich über weite Teile Europas aus. Bis heute ist eine 30 Kilometer breite Zone Sperrgebiet. Es gibt jedoch geführte Touristen-Touren, .