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Panorama

Samstag, 13. März 2010

Was sonst noch passierte: Safer Sex sorgt für Aufregung

Zwei Kondomautomaten an einer italienischen Schule bieten Stoff für reichlich Diskussion: Die Kirche ist besorgt, die Schüler freut's. Weniger erfreut ist hingegen ein Häftling, der eine Briefmarke wiederverwerten wollte. Und die Polizei bekam zu spüren, dass Schweine flinke Zeitgenossen sind. Lesen Sie, was diese Woche sonst noch so passierte.

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Mit der geplanten Aufstellung von zwei Kondomautomaten hat ein Gymnasium in der italienischen Hauptstadt für Aufregung gesorgt. Wie italienische Medien berichteten, handelt es sich um die ersten Kondomautomaten in einer italienischen Schule. Kritik gab es vor allem aus den Reihen der katholischen Kirche. "Überaus besorgt", zitierte die römische Tageszeitung "La Repubblica" Kardinal Agostino Vallini, Stellvertreter des Papstes im Bistum Rom. Eine derartige "Banalisierung der Sexualität" sei zu vermeiden. Die Initiative könne unmöglich "das Einverständnis der römischen Kirchengemeinde finden", so Vallini.

Von Schülern, Lehrern und Abgeordneten wurde die Maßnahme hingegen begrüßt. "Ich hoffe, das auch andere Schulen diesem Beispiel folgen werden", kommentierte die linke PD-Abgeordnete Livia Turco. Andere sprachen sich für eine baldige Ausweitung der Initiative auch auf andere Städte aus. Die Maßnahme sei nach aufklärender Diskussion einstimmig von Eltern, Lehrern und Schülern befürwortet worden, sagte der Schulleiter des römischen Gymnasium, Antonio Panaccione.

Das naturwissenschaftliche Keplergymnasium beherzigte mit den Präservativ-Automaten einen Beschluss der Provinz Rom vom vergangenen Juni. So hatte sich die Provinzregierung 2009 im Rahmen von Aufklärungskursen Anti-Aids in Oberschulen dafür eingesetzt, Schülern den Zugang zu Verhütungsmitteln zu erleichtern. Die Kondome sollen zum Fabrikpreis und damit deutlich billiger als in Apotheken abgegeben werden, hieß es.

Für 55 Cent sechs Wochen Haft

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(Foto: picture alliance / dpa)

Weil er sich 55 Cent Porto sparen wollte, muss ein Häftling in Bayern sechs Wochen zusätzlich absitzen. Der 27-Jährige hatte von einer gebrauchten Briefmarke den Poststempel abgewaschen und damit einen Brief frankiert. Der Brief war dann abgefangen worden.

Das Amtsgericht Augsburg verurteilte den Mann wegen versuchten Betrugs zu der Extra-Strafe. Der Angeklagte hat die Tat bis zuletzt bestritten. Weil die Briefmarke besonders gekennzeichnet war, konnte er überführt werden.

Schwein hält Polizei auf Trab

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Hängebauchschwein hat eine Polizeistreife in Erfurt locker abgehängt. Das braunschwarz gescheckte Tier irrte über den Güterbahnhof, wie die Bundespolizei berichtete. Die Beamten konnten das Schwein allein nicht stellen - es erwies sich flinker als erwartet.

Erst gemeinsam mit zwei Mitarbeitern des Tierheimes Erfurt und sechs Feuerwehrmännern fingen die Polizisten das Vieh schließlich. Wie Toreros trieben die Beamten das Schwein dabei mit Decken in die Enge. Danach kam es zu einem Besitzer zurück.

Mit Särgen überladen

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Polizisten trauten ihren Augen nicht, als sie den polnischen Kleinlaster sahen: Randvoll mit Särgen vollgestopft und hoffnungslos überladen war das Gefährt auf der Autobahn 1 bei Münster unterwegs.

Nach der Kontrolle wurde der Kleinlaster noch an Ort und Stelle aus dem Verkehr gezogen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Eine saftige Anzeige kommt hinzu, denn wie sich herausstellte, hatte der 25-jährige Fahrer seinen Kleinlaster um zwei Drittel überladen. Wenigstens seien aber keine Leichen an Bord gewesen, fügte die Polizeisprecherin hinzu.

kse/dpa

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