Dienstag, 16. März 2010
Große Schau im Gropius-Bau: Schätze des Aga Khan in Deutschland
Die weltberühmte Kunstsammlung des Aga Khan ist erstmals in Deutschland zu sehen: Der Martin-Gropius-Bau in Berlin zeigt die Meisterwerke islamischer Kunst von Mittwoch an bis zum 6. Juni in einer sorgfältig edierten Schau. Die rund 200 Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte, Gefäße, Keramiken und Holzarbeiten dokumentieren über tausend Jahre muslimische Kulturgeschichte. Gezeigt werden Exponate aus allen Regionen der islamischen Welt von der Iberischen Halbinsel bis China.
Die Schätze des Aga Khan gelten als eine der größten und wertvollsten Sammlungen islamischer Kunst weltweit. Karim Aga Khan IV., das geistige Oberhaupt der schiitischen Religionsgemeinschaft der Ismailiten, will seine Sammlung vom Jahr 2013 an in einem eigenen Museum in Toronto zeigen. Zu den Prunkstücken der Ausstellung gehören mehrere wertvolle Koran-Manuskripte und die einmaligen Miniaturen aus dem "Buch der Könige" des Dichters Firdausi. Zahlreiche Exponate belegen Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam, dem Christen- und dem Judentum.
dpa
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