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In den völlig unverdächtigen "Signalgebern" versteckten die Unbekannten die Wecker.
In den völlig unverdächtigen "Signalgebern" versteckten die Unbekannten die Wecker.(Foto: www.sonderschutzstelle.de)

Die Sirenen der Apokalypse: Scherz erschreckt Esoteriker

Es ist Freitagfrüh, die meisten Menschen in Jena schlafen noch. Plötzlich klingelt es bei der Polizei Sturm. Die verzweifelten Anrufer melden allesamt lautes Fiepen in ihren Häusern. Als die Beamten eintreffen, ist der Scherz zum Weltuntergang perfekt.

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Der Weltuntergang trifft Jena urplötzlich und schrill. In den Morgenstunden, als Esoteriker mit dem Schlimmsten rechnen, klingelt es plötzlich in zahlreichen Häusern in der Stadt. Bei der Polizei gehen Anrufe ein, in denen sich Bürger über lautes Piepen beschweren. Sind das die Vorboten der Apokalypse? Ist jetzt alles vorbei?

Das Unheil kommt mit Ankündigung: Bereits am Donnerstag, also kurz vor dem Ablauf der alten Maya-Zeitrechnung, kursieren in der Stadt Flyer der "Sonderschutzstelle". Der Inhalt klingt kurios: Am Freitag sei im Großraum Jena mit "akustischen Störungen" zu rechnen. Die Menschen sollten auf die Alarmtöne der "Signalgeber" achten. An separaten Spenderboxen seien Gehörschutzmittel erhältlich.

Tornado-Übung im Großraum Leipzig

Nach den Beschwerden schickt die Jenaer Polizei am Freitagmorgen Beamte zu den Anrufern. Die machen in allen Häusern denselben Fund. Es sind die weißen Kästen mit den gelben Aufklebern und der Aufschrift "Signalgeber – Inhalt ungefährlich". Die Polizisten öffnen die Boxen und finden darin die lärmenden Wecker.

Die Scherzbolde der "Sonderschutzstelle" haben sogar eine eigene Homepage. Hier weisen sie ihren Berliner Hauptsitz mit Kölner Telefonnummer aus. Die Verantwortlichen warnen außerdem vor Blitzeis im Saaletal, akustischen Störungen auf Sylt und einer Tornado-Einsatzübung im Großraum Leipzig.

In Jena schlugen die unbekannten Täter schon zum zweiten Mal zu. Im Juni hatte die "Agentur für Strukturaufbau", deren Seite über denselben Inhaber registriert ist, mit einem großen Plakat für ein Baugroßprojekt in Jena geworben. Auf eine Anzeige will die Polizei aber verzichten.

Quelle: n-tv.de

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