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Sonntag, 05. April 2009

Leben in Roms Kanalisation: Schicksal afghanischer Kinder

Die italienische Polizei hat in der Kanalisation von Rom 24 Kinder aus Afghanistan entdeckt. Die zehn bis 15 Jahre alten Kinder und Jugendlichen lebten ohne Eltern im Kanalsystem unter einem Bahnhof, berichteten die Medien. Einige von ihnen seien in einem schlechten körperlichen Zustand.

"La Repubblica" zufolge schliefen die Kinder unter Pappen und schmutzigen Tüchern in ihrem Versteck in der Nähe der berühmten Kolosseums. Vermutlich seien sie über die Türkei und Griechenland nach Italien gekommen. Die Bahnpolizei habe die Kinder zusammen mit 98 weiteren Menschen entdeckt, unter denen auch Afghanen seien. Jetzt kümmere sich das Sozialamt um sie.

Der italienische Zweig der Hilfsorganisation Save the Children teilte mit, die Zahl minderjähriger Afghanen, die in die italienische Hauptstadt kämen, steige stetig. 2004 seien in Rom 34 Kinder und Jugendliche aus Afghanistan entdeckt worden, 2007 bereits 264.

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