KrankenhausreifSchläger verprügeln Helfer
Wieder haben brutale Schläger couragierte Helfer krankenhausreif geprügelt. Ein 33-Jähriger wollte rangelnde Jugendliche trennen, ein 47-Jähriger schützte einen 15-Jährigen vor dessen Peinigern.
Ein gut gemeinter Ratschlag ist einem 33-jährigen Mann im Hagener Hauptbahnhof zum Verhängnis geworden: Der Mann habe auf einem Bahnsteig vier rangelnde Jugendliche auf die Gefahren ihres Treibens so nah an den Gleisen hingewiesen, berichtete die Bundespolizei. Die angetrunkenen 16-Jährigen fühlten sich derart provoziert, dass sie den Hagener krankenhausreif schlugen. Der 33-Jährige kam mit Gesichtsverletzungen, Rippenprellungen und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus, die vier Schläger konnten kurz nach der Tat gestellt werden.
Im unterfränkischen Miltenberg wurde ein 47-Jähriger brutal zusammengeschlagen, weil er einem 15-jährigen Jungen in einer Schlägerei zu Hilfe geeilt war. Der Vorsitzende eines Billardvereins hatte sich nach eigenen Angaben schützend vor den Jungen gestellt, nachdem er mitbekommen hatte, wie drei Männer zwei Kinder vor dem Vereinsheim verprügelten. Einer der drei Schläger soll dem Helfer daraufhin mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben und ihn sowie den Jungen in das Vereinsheim verfolgt haben. Der 47-Jährige erlitt unter anderem eine Schädelprellung, berichtete ein Polizeisprecher.
Im vergangenen Sommer war in einer ähnlichen Situation am Münchner S-Bahnhof Solln der Manager Dominik Brunner zu Tode geprügelt worden. Brunner hatte eingegriffen, als Jugendliche mehrere Kinder bedrohten und ausrauben wollten.