Sonntag, 14. März 2010
"Wunder-Elefant" : Schlurfi drängt in die Freiheit
Erst sprang das Elefantenbaby dem Tod von der Schippe, jetzt erstaunt der Kleine die Tierärzte erneut. Statt wohl behütet im beheizten Elefantenhaus zu bleiben, drängt "Mr. Shuffles" bereits ins Außengehege des Taronga-Zoos im australischen Sydney und damit in die Öffentlichkeit.
Der kleine Dickhäuter, den die Ärzte bereits für tot erklärt hatten, war nur vier Tage nach seiner Geburt derart robust und munter, dass die Betreuer ihren Augen kaum trauten. "Er ist einfach begeistert, zu leben", sagte der Chefwärter der Elefanten, Gary Miller. "Er schaut sich um und genießt die Welt." Den Spitznamen - zu Deutsch etwa Schlurfi oder Herr Schlurf - erhielt der Elefant wegen seines ungewöhnlichen Gangs.
Die Tierärzte hatten ihm ursprünglich drei Wochen Ruhe verordnet, damit er sich von Stress der Geburt erholt. Schlurfi jedoch zeigte sich so keck, dass sie ihn schon nach draußen ließen. "Das wird ein cleverer Jung-Bulle", ergänzte Miller. "Ich glaube, er ist 100-prozentig in Ordnung."
Gäste suchen Namen
Noch vor einer Woche hatte alles ganz anders ausgesehen. Schlurfi steckte falsch herum im Geburtskanal fest und kam nicht voran. Mutter und Baby durchlitten neun schwere Tage. Die Tierärzte hatten das Baby im Mutterleib bereits für tot erklärt, nachdem es keine Lebenszeichen mehr gab. Am Mittwoch kam der Kleine schließlich doch noch lebend zur Welt.
Der Tierpark hat Besucher eingeladen, sich an der Namenssuche zu beteiligen. Zur Auswahl stehen Pathi Han, Tay Wan, Ming Khwan, Nam Chok, Mongkon, Boon Thung oder Chok Dee.
dpa
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