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Auch um das Brandenburger Tor weht der Schnee.
Auch um das Brandenburger Tor weht der Schnee.(Foto: dpa)

Probleme in den Großstädten: Schnee führt zu Chaos

Autos rutschen, Züge verspäten sich, auf den Straßen knallt es immer wieder - in weiten Teilen Deutschlands schneit es. Und hört so bald nicht auf. Auch am Wochenende muss man sich auf einiges gefasst machen.

Starker Schnellfall hat vor allem im Norden und Osten Deutschlands den Verkehr erheblich behindert. Autos kamen ins Rutschen, Züge verspäteten sich, es gab Hunderte Unfälle mit einigen Verletzten. Meist blieb es jedoch bei Blechschäden. Der Weg zu Arbeit, Schule, Kindergarten oder Einkauf war oft mühselig.

Etliche Straßen sind nicht passierbar.
Etliche Straßen sind nicht passierbar.(Foto: dpa)

In Großstädten wie Berlin, Leipzig, Halle oder Dresden verursachte der Schnee Verkehrsprobleme. Auch in Hamburg staute sich der Berufsverkehr, obwohl dort in der Nacht laut Stadtreinigung die Hauptverkehrsachsen zweimal gestreut und gut 270 Fahrzeuge mit rund 1000 Einsatzkräften unterwegs waren. Im Regionalverkehr gab es bei Zügen zwischen Itzehoe und Hamburg Verspätungen von bis zu einer Stunde, da ein Güterzug liegengeblieben war. Auch bei der Hamburger S-Bahn gab es Probleme.

Das Rhein-Main-Gebiet oder aber München haben sich bereits an Schneefall in dieser Saison gewöhnt - von dort wurden trotz Neuschnees keine besonderen Probleme gemeldet.

In Schleswig-Holstein waren Streu- und Schneeräumfahrzeuge im Dauereinsatz, trotzdem kamen Autofahrer auch auf den Autobahnen nur schleppend vorwärts. An der A23 etwa wurden Ausfahrten zeitweise gesperrt, weil dort Lastwagen liegengeblieben waren. Auch auf der A20 in Mecklenburg-Vorpommern gab es Probleme.

Es wird weißer und weißer

Am Wochenende verwandelt Neuschnee die Republik in eine Winterlandschaft. Der Westen bekommt schon am Freitag 10 bis 15 Zentimeter, am Samstag schneit es vor allem im Süden. Tagsüber steigen die Temperaturen kaum noch über den Gefrierpunkt, nachts sinken sie auf bis minus 15 Grad.

Der Harz - das höchste Gebirge Norddeutschlands - bereitet sich zum zweiten Advent auf den ersten Ansturm von Wintersportfreunden vor. Ab einer Höhe von 400 Metern kann man dort Skifahren und Rodeln. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken wuchs die Schneedecke auf 36 Zentimeter bei Windböen mit 85 Stundenkilometern.

Im Thüringer Wald liegt auf den Kammlagen auf fast 40 Zentimeter Schnee. Dort sind bereits 360 Kilometer Skiwanderwege und Loipen präpariert, darunter in Oberhof und Neuhaus am Rennweg.

Im Erzgebirge in Sachsen müssen Autofahrer rund um Marienberg, Annaberg-Buchholz und Freiberg mit verschneiten Straßen rechnen. Auf dem 1215 Meter hohen Fichtelberg bei Deutschlands höchstgelegener Stadt Oberwiesenthal liegen 55 Zentimeter Schnee.

Den täglichen Lawinenlagebericht für die Alpen in Bayern können Wintersportler in dieser Saison erstmals über eine eigene Anwendung für Handy oder Smartphone abrufen.

Quelle: n-tv.de

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